Programmierer: Ein Mann, der Computern Befehle gibt

Unzertrennlich: René Lischewsky und sein Computer.

Hamburg. Millionen Menschen auf der ganzen Welt benutzen Computer. Wie so eine Kiste funktioniert und was die einzelnen Programme darauf genau machen - das durchschauen aber nur wenige.

Wenn wir Menschen jemandem etwas erzählen wollen, dann benutzen wir die deutsche oder eine andere Sprache. Ähnlich funktionieren auch Programme auf dem Computer. Sie übermitteln dem Gerät Ideen und geben ihm Befehle.

Diese Programme werden von Programmierern entwickelt. Einer von ihnen ist René Lischewsky. Er schreibt Programme, mit denen zum Beispiel Internetseiten laufen oder Firmen besser arbeiten können.

"Als Teenager habe ich meinen ersten Computer bekommen, einen C64. Mit 17 habe ich dann an einem Atari herumgebastelt. Ich wollte verstehen, wie er funktioniert und was man alles mit ihm anstellen kann", erzählt der Hamburger.

Es blieb nicht lange beim Basteln: René fing an, eigene Programme zu schreiben, um mit dem Computer Musik zu machen oder Licht und Instrumente zu steuern.

Einige Jahre lang war das Programmieren aber nur ein Hobby. René machte eine Ausbildung in einem ganz anderen Bereich. "In den 80er Jahren hatte kaum jemand einen Computer, so dass Programmierer für mich gar kein richtiges Berufsbild war."

Erst als sich das Internet immer weiter verbreitete, wurde das Thema für René richtig aktuell. Er gründete mit Freunden eine Agentur und fing an, Firmen zu beraten und professionelle Programme zu schreiben.

"Am Anfang haben wir zu dritt in einer Einzimmerwohnung gearbeitet. Ohne Schreibtische, mit drei Computern auf dem Fußboden", erinnert er sich. "Dafür muss man nicht nur ein bisschen verrückt sein, sondern auch mit wenig Schlaf auskommen." Als die Agentur immer mehr Kunden hatte, zog sie in größere Büroräume und stellte Mitarbeiter ein.

Vor ein paar Jahren ist René aus der Agentur ausgestiegen und arbeitet jetzt als freier Programmierer und Berater. Er wird von Firmen und Agenturen gebucht, bis ein Programm fertiggeschrieben ist oder eine Internetseite online geht.

"Ich kann meine Zeit frei einteilen und arbeiten, wo ich will ­ in meinem Büro, beim Kunden oder im Café. Dadurch bin ich unabhängig und mein eigener Chef", sagt der 42-Jährige. "Und wenn viel zu tun ist, komme ich auch mit wenig Schlaf aus."

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