Profi-Gequatsche: Der Punktelieferant

Und schon wieder landet der Ball im Tor.

Es klingelt am Eingangstor des Stadions. "Guten Tag", sagt der freundliche Mann, der draußen steht. "Sie hatten doch drei Punkte bestellt?"

So ein Punktelieferant wäre wirklich praktisch: Eine Fußball-Mannschaft liegt in einem Spiel hoffnungslos zurück. Da greift ihr Trainer zum Telefon und bestellt die Zähler beim Lieferanten.

Aber so einfach kommen Mannschaften natürlich nicht zu ihren Punkten. Sie müssen sie sich schon auf dem Spielfeld verdienen. Manchmal ist dafür harte Arbeit gefragt - je nachdem wie das Spiel läuft und vor allem wie stark der Gegner ist.

Handelt es sich um ein schwaches Team, das ständig verliert, spricht man von einem Punktelieferanten. Das ist fast wie beim Pizza-Service: Die Mannschaft kommt zum Spiel vorbei und lässt da, was der andere Club haben möchte, nämlich drei Punkte. Die gibt es für einen Sieg.

Solche Teams sind bei ihren Gegnern sehr beliebt. Sie leisten nicht viel Gegenwehr, machen also wenig Ärger und sind meistens harmlos. Deswegen werden sie von gegnerischen Fans oft verspottet. Die Anhänger singen dann: "Ihr seid nur ein Punktelieferant!"

Aber selbst das schwächste Team kann mal über sich hinauswachsen. Und es kann auch passieren, dass eine Mannschaft das Spiel gegen so ein Team nicht ernst nimmt. Dann kann aus dem harmlosen Punktelieferanten plötzlich ein Überraschungsteam oder gar ein Favoritenschreck werden, dem eine Sensation gelingt.

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