Profi-Gequatsche: Der Abstauber

Stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort: der Stürmer Miroslav Klose.

Kurz vor jedem Spiel kommt der Abstauber auf das Feld. Er befreit mit seinem Wedel die Latte und die Pfosten der Tore vom Staub, damit der die Richtung des Balles nicht beeinflusst.

Klar, das ist Blödsinn. Der Abstauber ist nicht zum Wischen oder Fegen da. Als Abstauber gilt ein Spieler, der einfach dumm rumsteht. Und zwar vor dem gegnerischen Tor. Da steht er also nun und tut erst mal nichts. Toll, sagst du, und was hat seine Mannschaft davon? Viel!

Schon laufen seine Mitspieler nach vorne und greifen an. Einer schießt von der Strafraumgrenze, der gegnerische Torwart kann den Ball nur mit den Fäusten zur Seite abwehren. Und da schlägt die Stunde des Abstaubers!

Schon als sein Teamkollege geschossen hat, ist der Abstauber in Bewegung geraten. Er hat die Situation gerochen und darauf gesetzt, dass der Torwart den Ball nicht festhalten kann. Nun steht er genau am richtigen Fleck und muss die Kugel nur noch in den Kasten schieben. Praktisch, oder?

Ohne viel dafür gelaufen zu sein oder sonst etwas gemacht zu haben, trifft er ins Tor und wird dafür auch noch gefeiert. Eigentlich ungerecht, aber es ist eben auch eine besondere Fähigkeit, im entscheidenden Moment einfach an der richtigen Stelle zu stehen.

Manche Angreifer haben das einfach drauf. Sie mögen vielleicht langsam sein, vielleicht schießen sie noch nicht einmal richtig gut. Aber rumstehen und abstauben - das können sie.

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