Polizei gibt bei einem Mord nicht auf!

Fast zehn Jahre suchte die Polizei nach dem Mann, der einen 10-jährigen Jungen getötet hat. Jetzt könnte sie ihn gefunden haben.

Endlich ist der Täter gefasst! Nach so vielen Jahren! Große Erleichterung mischte sich am Freitag mit Trauer: Die Polizei gab bekannt, dass sie einen Mann gefasst hat, der mehrere Jungen umgebracht haben soll.

Das liegt schon Jahre zurück. Doch selbst nach langer Zeit ist es möglich, Mörder zu finden - denn die Polizei bleibt immer an so einem Fall dran.

Wenn etwas Schlimmes passiert ist, wird zuerst eine Sonderkommission eingerichtet - dazu sagt man auch Soko. Dann sammeln Experten Spuren wie Fußabdrücke oder Reifenspuren. Die werden dann gesichtet und ausgewertet. Und die Polizei bittet die Menschen mitzuhelfen - vielleicht hat ja ein Zeuge eine Beobachtung gemacht?

In einer Soko arbeiten zuerst viele Leute mit - wenn man den Täter mit der Zeit nicht finden kann, wird die Soko immer kleiner. Aber: "Man schaut immer wieder die Spuren durch, ob man nicht vielleicht doch etwas Wichtiges übersehen hat", erklärt ein Polizei-Experte. Denn etwas Unwichtiges kann mit der Zeit vielleicht doch noch eine Bedeutung bekommen.

Und es werden immer wieder Aufrufe gestartet, zum Beispiel wenn es neue Hinweise gibt. Die Polizei wendet sich dann etwa an Zeitungen und Radiosender, noch mal über den Fall oder neue Spuren zu berichten. Sie hofft: Vielleicht meldet sich doch noch ein Zeuge, dem vor Jahren etwas aufgefallen ist.

"Manche Zeugen melden sich nicht, weil sie denken, jemand anderes hat vielleicht die gleiche Beobachtung gemacht und es schon erzählt", erklärt der Fachmann. Und anderen Zeugen wiederum fällt erst nach vielen Jahren ein, dass sie etwas Wichtiges wissen könnten. "Denn bestimmte Dinge vergisst man nie!" Und so kann es sein, dass auch noch nach vielen Jahren Täter geschnappt werden.

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