Am politischen Aschermittwoch darf gemeckert werden

Am politischen Aschermittwoch darf auch ein bisschen rumgealbert werden. Hier spielen Politiker von der SPD einen Sketch.

Attacke - auf sie mit Gebrüll! Am politischen Aschermittwoch dürfen Politiker ihre Gegner aus anderen Parteien nach Lust und Laune angreifen - zumindest mit Worten.

In ihren Aschermittwochs-Reden beschweren sie sich dann über das, was die anderen angeblich alles falsch gemacht haben. Man kann auch sagen: Sie pöbeln mal so richtig rum.

Und der Gegner? Der pöbelt natürlich zurück! So meckert die SPD meist über die CDU und umgekehrt. Die Grünen schimpfen auf die Linken und die FDP beschwert sich über die CSU - verschont bleibt eigentlich meist keiner. Bei den Wortgefechten geht es nicht darum, neue Ideen und Pläne vorzustellen, sondern eher darum, die eigenen Anhänger zusammenzuschweißen.

Die Parteien treffen sich übrigens nicht alle an einem Ort, sondern schimpfen auf getrennten Versammlungen über die jeweils anderen. Trotz der teilweise heftigen Attacken gilt für alle: Bloß nicht sauer werden! Stattdessen heißt es, in der eigenen Rede ordentlich Dampf abzulassen.

Ein merkwürdiger Brauch? Ursprünglich stammt er wohl aus Bayern. Dort, im Ort Vilshofen, trafen sich vor mehr als 400 Jahren Bauern auf einem Tiermarkt und schimpften über alles Mögliche. Später versammelte sich dort dann die bayerische CSU am Aschermittwoch. Auch die anderen Parteien schwingen ihre Mecker-Reden oft in Bayern. Es gibt mittlerweile aber auch in anderen Bundesländern politische Aschermittwoch-Reden.

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