Politiker wütend über geplantes Gesetz in Ungarn

Die Meinungsfreiheit ist gefährdet in Ungarn.

Eine Klasse in deiner Schule überlegt, etwas anders zu machen als der Rest der Schule. Nicht irgendetwas, sondern etwas sehr Wichtiges. Sie wollen, dass nicht jeder Schüler einfach sagen darf, was er meint.

Du könntest denken: Das ist mir egal. Das betrifft mich nicht, denn ich bin nicht in der Klasse. Du könntest aber auch sagen: Es geht nicht, dass eine Klasse unserer Schule solche Dinge beschließt. Ich finde es nämlich wichtig, dass jeder sagen kann, was er möchte.

Um so etwas Ähnliches gibt es derzeit in Europa heftigen Streit. Es geht dabei um das Land Ungarn. Die Regierung dort plant ein neues Gesetz. Damit möchte Ungarn eine Kontrollstelle einrichten, die die Arbeit der Journalisten überprüfen soll. Also der Menschen, die zum Beispiel bei Zeitungen, beim Fernsehen oder Radio arbeiten.

Kritiker sagen: Dieses Gesetz würde die Arbeit der Journalisten einschränken. Sie fürchten, dass die Medien in Ungarn dann nicht mehr so frei schreiben und berichten dürfen wie bisher.

Doch das ist wichtig. Denn Reporter erfüllen wichtige Aufgaben: Sie kontrollieren zum Beispiel die Arbeit der Politiker und helfen mit, dass viele Leute sich informieren können.

Das Gesetz würde zwar nur in Ungarn gelten. Doch trotzdem finden viele Politiker und Leute aus anderen Ländern, dass Ungarn so nicht handeln darf. Auch weil Ungarn zum 1. Januar die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Das Land hat damit für sechs Monate den Chef-Hut im Ministerrat der Europäischen Union auf. Und wer Chef ist, sollte Vorbild für andere sein, sagen zahlreiche Leute.

Dem ungarischen Ministerpräsidenten ist das aber bislang egal. Er will das Gesetz nicht ändern. Mal sehen, wie der Streit weiter geht.

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