Politiker wollen mehr für behinderte Menschen tun

Wenn einer etwas nicht so gut kann, dann können Klassenkameraden helfen.

Eine Vereinbarung, ein Abkommen oder sogar ein Vertrag. Diese Wörter beziehen sich alle in etwa auf dasselbe: Man hat etwas festgelegt, an das sich alle halten sollen. Wenn es um so etwas geht, benutzen Erwachsene oft ein Fremdwort: Konvention.

In einer Konvention werden zum Beispiel Rechte von Menschen festgehalten - wie die Rechte der Kinder. Es gibt auch eine Konvention für Menschen mit Behinderungen, also auch für behinderte Kinder. Sie heißt: Behindertenrechtskonvention der UN. UN steht für Vereinte Nationen. Das ist ein Zusammenschluss von vielen Staaten der Erde. Ziel ist es, die Rechte behinderter Menschen zu stärken, damit sie möglichst ein normales Leben führen können. Um diese Abmachung ging es bei der Bundesregierung am Mittwoch in Berlin.

Der Konvention für Menschen mit Behinderungen stimmte Deutschland schon vor einiger Zeit zu. Nun beschloss die Bundesregierung einen Plan, wie sie behinderten Menschen das Leben erleichtern will. Die Politiker wollen zum Beispiel erreichen, dass mehr behinderte Jungen und Mädchen gemeinsam mit Kindern ohne Behinderungen lernen. Dass also zum Beispiel Kinder im Rollstuhl mit im Klassenraum sitzen oder geistig behinderte Kinder, die viel langsamer lernen. Für dieses Ziel müssen aber auch die Politiker in den Bundesländern mitmachen, weil sie über die Schulen bestimmen.

Zu dem Plan gehört zum Beispiel auch, dass Erwachsene besonders geschult werden, damit sie leichter einen Job finden. Und behinderte Menschen sollen Strecken in der Nähe umsonst mit der Bahn fahren dürfen. Das klingt nach guten Ideen. Doch manche Leute sind von den Plänen auch enttäuschend. Sie fordern zum Beispiel, dass Behinderten ein Helfer zur Seite gestellt wird.

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