Gegen Vorurteile: Politiker sollen Ballerspiele ausprobieren

Damit sie wissen, worüber sie entscheiden sollen, sollen Politiker auch brutale Ballerspiele ausprobieren.

Ballerspiele - viele Erwachsene bringt schon das Wort auf die Palme. Wenn man es sagt, fangen sie an zu schimpfen und zu nörgeln: "So ein Mist, totaler Unfug" und so weiter. Sie lehnen brutale Computerspiele oft strikt ab. Das tun auch viele Politiker.

Einige machen sich für strengere Regeln und zum Teil auch für Verbote stark. Die Politiker haben ihre Gründe. Der Haken ist aber: Viele kennen sich mit Computerspielen gar nicht aus, denn sie spielen selbst nie. Das sollte man ändern, finden drei Abgeordnete im Bundestag.

Sie planen für den Herbst eine LAN-Party für die anderen Abgeordneten. Da sollen die Politiker dann verschiedene Spiele ausprobieren. Auch Ballerspiele. Sie können sogar gegeneinander antreten, denn viele Computer werden vernetzt.

Die Aktion soll dazu beitragen, dass die Politiker besser über solche Dinge Bescheid wissen, bevor sie darüber reden und entscheiden. "Wenn man sich selbst damit beschäftigt hat, spricht man auch anders darüber", meint eine Politikerin, die die Party mit auf die Beine stellen will.

Wie viele Abgeordnete kommen wollen, ist noch nicht klar. Und auch nicht, wie die Politiker nach der Party über Ballerspiele denken werden. Einige haben wichtige Gründe dafür, dass sie die Schießerei am Bildschirm doof finden.

Das hat vor allem damit zu tun, dass ein paar junge Leute sehr oft brutale und blutige Spiele gespielt haben und dann irgendwann auch im wirklichen Leben brutal geworden sind. Einige Fachleute meinen: Die Ballerei am PC und echte Gewalt können viel miteinander zu tun haben.

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