Wer pfeift und grunzt denn da? - Wale im Meer

Sie sind für ihre gesellige Art bekannt und für den einzigartigen Gesang der Männchen in der Paarungszeit: Pfiffe, Rufen, Winseln, Schreien und manchmal sogar Grunzen. Es geht um Buckelwale.

Im Februar tummeln sich im Pazifik vor der Küste der Stadt Vancouver in Kanada meist einige hundert Tiere. Und wenn in zwei Wochen dort die Olympischen Winterspiele anfangen, bieten sich den Besuchern dann nicht nur tolle Sport-Erlebnisse. Sie sollten auch das Meer beobachten.

Buckelwale können ungefähr so viel wiegen wie 30 Autos, um die 30 Tonnen, manchmal auch mehr. Sie werden bis zu 15 Meter lang. Schon bei der Geburt messen die Tiere vier Meter. Buckelwale haben einen kräftigen, fast tonnenartigen Körper mit Längsfurchen an der Kehle. Daneben erkennt man sie auch an der großen Schwanzflosse. An der Wasseroberfläche holen sie zwei bis drei Minuten Luft, bevor sie wieder für längere Zeit ins Meer abtauchen auf der Suche nach Nahrung.

Mit etwas Glück lassen sich im Februar auch schon Grauwale auf ihrem Weg von Mexiko nach Alaska vor der Küste Kanadas sehen. Später folgen Blauwale. Das sind die größten lebenden Tiere der Erde. Walfänger hatten sie schon fast ausgerottet. Früher zogen riesige Blauwale durch das Meer. Sie wiegen etwa 150 Tonnen und sind über 30 Meter lang. Die heutigen Tiere sind nicht mehr ganz so groß wie die Tiere früher.

Zwischen der Insel Vancouver Island (gesprochen: Väncuver Eilend) und dem Festland wimmelt es von Orcas, auch Killerwale genannt. Der Name klingt gefährlich, dabei sind die Tiere meistens friedlich. Häufig treten sie in Verbänden auf. Nur einige umherziehende Gruppen greifen Grau- und Buckelwale an.

Hintergrund: Wale sind bedroht

Wale sind außerdem durch Lärm unter Wasser bedroht. Auch Giftstoffe im Meer sind eine Gefahr für die Tiere. Außerdem verheddern sich viele in Fangleinen und Netzen der Fischer. Dadurch verletzen sich die Wale oder ertrinken. Denn die Tiere können nicht mehr zum Luftholen an die Oberfläche kommen. Die Fischer sagen zu den Walen in ihren Netzen Beifang, da sie es gar nicht auf diese Tiere abgesehen haben.

Tierschützer fordern immer wieder andere Netze aus denen sich die Wale befreien können. Außerdem setzen sie sich für noch mehr Wal- Schutzgebiete ein.

Hintergrund: So fangen Buckelwale Nahrung

Buckelwale haben eine raffinierte Methode zur Nahrungssuche entwickelt. Oft bilden sie unterhalb von Fischschwärmen einen Kreis aus mehreren Artgenossen und stoßen gemeinsam Luftblasen aus. Von ihnen werden die Fische und Krustentiere an die Wasseroberfläche gespült. Dort lassen sie sich schnell und leicht verspeisen. Statt Zähnen haben Buckelwale übrigens bis zu 400 Hornplatten im Maul. Die nennt man Barten. Damit filtern sie ihr Futter aus dem Meerwasser.

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