Ein Paradies für Schweine

Grunz, Grunz...was gibt's denn heute?

Sam hatte es schwer in seiner Kindheit: Mit vier Jahren war das blonde Wollschwein völlig vernachlässigt. Sein Besitzer hat es nicht richtig gefüttert und es war total abgemagert.

Schließlich kamen Leute vom Amt und machten den Hof dicht. Sam wurde nach Eversmeer in Niedersachsen gebracht. Dort steht die Twister- Ranch. Das ist ein Gnadenhof für Schweine. Das heißt, die Tiere sollen es hier guthaben - ohne Angst, dass sie zu Wurst verarbeitet werden.

Der struppige Sam ist inzwischen sieben Jahre alt und fühlt sich auf dem großen Gelände sauwohl: "Sam ist eine richtige Schmusebacke", freut sich die Chefin des Hofs,Sabine Duda. Sie krault das Fell ihres Schützlings.

"Schweine sind anders, als die meisten Menschen denken: charmant, intelligent und einfach liebenswert", sagt Sabine Duda. Sie ist auch die Vorsitzende des Vereins Schweinefreunde, der sich um vernachlässigte Borstenviecher kümmert.

15 Schweine tummeln sich gerade auf dem Gnadenhof. Wie im Paradies muss sich dort auch Schwein Fritzi fühlen. Er musste in Hessen drei Jahre ohne Stall leben: "Die Besitzerin hatte keine Ahnung und ließ das Tier draußen frieren", erzählt Sabine Duda. Jetzt suhlt sich Fritzi in der Sonne.

Glück hatte auch der sieben Jahre alte Henry aus dem westfälischen Soest: Als seine Besitzer nach Schweden auswanderten, brachten sie den Eber auf den Gnadenhof. Die Besitzer haben das Tier sogar noch nach drei Jahren besucht, erinnert sich Sabine Duda: "Henry hat sie sofort wiedererkannt und sich sehr gefreut."

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