OSZE: Friedensbund muss Kritik einstecken

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht den OSZE-Gipfel in Kasachstan.

Kommt, wir gründen einen Club und setzen uns für Frieden ein! - Ganz so lief es bei der OSZE zwar nicht ab. Aber hinter der Organisation steckt eine ähnliche Idee.

Denn die OSZE ist ein Friedensbund, dem mehr als 50 Staaten angehören. Sehr viele Länder in Europa machen mit, die USA, Russland und andere. OSZE ist die Abkürzung für: Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

Der Name verrät auch was über die Ziele der Gruppe: Die OSZE will sich dafür einsetzen, dass Länder gut zusammenarbeiten, etwa um die Wirtschaft zu stärken. Dass Menschen sicher und friedlich leben können. Dass es ihnen gut geht, dass jeder seine Meinung sagen kann und keinen Ärger deswegen bekommt. Und dass es faire Wahlen von Politikern gibt.

Um sich dafür starkzumachen, unternimmt die OSZE weltweit sogenannte Missionen. Die Organisation schickt zum Beispiel Experten los, die beobachten sollen, ob bei Wahlen in einem Land alles richtig läuft. Oder sie bilden Beamte vor Ort aus.

Vertreter der OSZE-Staaten treffen sich zwar regelmäßig. Aber die Staats- und Regierungschef persönlich kommen selten zusammen. Jetzt ist es aber gerade wieder weit: am Mittwoch hat ein OSZE-Gipfel begonnen, in der Stadt Astana in Kasachstan. Der größte Teil dieses Landes liegt in Asien. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel fuhr hin.

Bei dem Treffen gab es gleich zu Anfang viel Kritik. Mehrere Politiker sagten: Die OSZE müsse in vielen Bereichen deutlich besser arbeiten und moderner werden. Man müsse zum Beispiel viel eher erkennen, wenn es in bestimmten Regionen Zoff gibt - und dann aktiv werden.

Viele Leute ärgerten sich auch über den Ort des Treffens. In Kasachstan hapert es etwa damit, dass Zeitungsleute frei und ohne Druck Berichte schreiben können, sagen viele Kritiker. Das Land sei deswegen ein ungeeigneter Gastgeber.

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