Ohne Wurzeln kann keine Pflanze überleben

Neben dem knotigen Wurzelwerk dieses alten Baumes sehen Menschen richtig winzig aus.

Auf der Erde sprießen Blumen und Bäume. Doch was verbirgt sich darunter? Klar, die Wurzeln. Aber was machen sie genau und wie können sie aussehen? Das Wurzelreich ist eine Welt für sich.

 Ohne Sonnenlicht würden die meisten Pflanzen alt aussehen. Sie brauchen es, um zu wachsen und zu überleben. Außerdem ziehen sie Kohlendioxid aus der Luft. Mit der Energie der Sonne stellen sie aus diesem unsichtbaren Gas Nährstoffe her. Damit das funktioniert, ist noch ein Stoff nötig: Wasser. Das brauchen Pflanzen auch, um nicht zu vertrocknen. Und hier kommen die Wurzeln ins Spiel. Damit saugen viele Pflanzen Wasser aus der Erde.

Und nicht nur das. Sie holen sich auch Mineralstoffe aus dem Boden, zum Beispiel Salze. Pflanzen brauchen diese Stoffe, um Zellen zu bilden. Das sind die winzigen Bausteine, aus denen Stängel, Blüten und Blätter bestehen. Die meisten Pflanzen sterben sofort, wenn man ihnen die Wurzel abschneidet.

Wurzeln sind auch so etwas wie die Füße der Pflanze. "Jeder Baum würde umkippen, wenn er keine Wurzeln hätte", erklärt ein Pflanzenexperte. Die Wurzeln verankern die Pflanze im Boden.

Eine besonders große und dicke Wurzel, die tief in die Erde hineinreicht, nennt man Pfahlwurzel. Tannen und Eichen haben zum Beispiel so eine Wurzel. An ihr wachsen noch unzählige feine Wurzeln. Die sehen aus wie dünne Haare. Im Wald kann man ein paar Zentimeter tief buddeln und findet dann diese Wurzeln.

Einige Wurzeln können tief unter die Erde reichen, sogar mehr als zehn Meter tief! Und nicht nur das: "Das Wurzelsystem einer einzigen Pflanze kann insgesamt sehr lang sein, manchmal kilometerlang", sagt ein anderer Pflanzenforscher. Ohne Wurzeln kommen dagegen manche Algenarten aus.

Uni Hamburg, Merkmale von Wurzeln

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