Mit oder ohne Fernseher: Jeder soll Geld zahlen

Wer muss bezahlen, wenn wir fernsehgucken? Ab 2013 soll es neue Bestimmungen geben.

Wer Radio hören oder fernsehen will, muss bei uns dafür Geld geben. Und zwar jeden Monat eine bestimmte Summe.

Wer zu Hause einen Fernseher, ein Radio oder einen Computer herumstehen hat, muss dafür also in der Regel zahlen. Meist ist das derzeit nicht mehr als etwa 18 Euro. Das Geld geht an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Dazu gehören zum Beispiel das Erste, das ZDF und viele andere Fernsehsender und Radiostationen. Die brauchen das Geld unter anderem, um ihre Sendungen zu produzieren.

Nun soll sich bei diesen Rundfunkgebühren etwas ändern: Ab 2013 müssen die Leute nicht mehr für die Geräte zahlen, die sie besitzen. Dann soll jeder Haushalt Geld geben. Ein Haushalt ist zum Beispiel eine Familie, die zusammen in einem Haus wohnt oder Leute, die sich gemeinsam eine Wohnung teilen. Jeder Haushalt soll gleich viel zahlen - egal, wie viele Menschen dort wohnen und wie viele Fernseher, Radios oder Computer dort stehen. Darauf haben sich Experten geeinigt.

Wie viel dann jeder geben muss, steht noch nicht fest. Teurer als fast 18 Euro soll die Gebühr auf jeden Fall nicht werden. Und das Ganze wird einfacher, weil alle gleich viel zahlen sollen. Außerdem müssen keine Leute mehr durch die Gegend ziehen und überall klingeln, um zu überprüfen, wer einen Fernseher hat. Diese Kontrollen fanden viele Leute bisher sehr lästig.

Trotzdem finden nicht alle die neue Regel gut. Es ist ungerecht, dass bald auch Menschen bezahlen müssen, die gar keine Fernseher, Radios oder Computer haben, sagen sie.

Hintergrund: Was sind öffentlich-rechtliche Rundfunksender?

Allerdings dürfen einige öffentlich-rechtliche Sender trotzdem etwas Werbung zeigen - aber zum Beispiel oft nur zu bestimmten Uhrzeiten. Zu den öffentlich-rechtlichen Sendern gehören das Erste, das ZDF, NDR, WDR oder SWR, der Radiosender Deutschlandfunk und viele weitere Sender.

Daneben gibt es in Deutschland auch Privatsender. Sie bekommen nichts ab von den Rundfunkgebühren. Sie müssen deshalb unter anderem viel Werbung senden, für die sie von Firmen bezahlt werden. Dafür dürfen sie aber meist auch freier entscheiden, was sie zeigen wollen. Die öffentlich-rechtlichen Sender hingegen sollen ein Programm machen, bei dem für jeden - also etwa für junge und ältere Menschen - was dabei ist. Denn sie zahlen schließlich alle Rundfunkgebühren. Beispiele für private Sender sind RTL, Sat.1 und ProSieben.

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