Vor neun Jahren: Schlimme Angriffe in den USA

Der Koran ist das heilige Buch im Islam - etwa wie die Bibel für Christen.

Neun Jahre ist es jetzt her und immer noch macht die Erinnerung viele Menschen fassungslos: Am 11. September 2001 entführten Terroristen in den USA vier Flugzeuge. Was dann passierte kostete fast 3000 Menschen das Leben.

Die Terroristen steuerten zwei Flugzeuge in Wolkenkratzer in der Stadt New York. Die Bürotürme stürzten ein. Eine andere Maschine lenkten die Verbrecher ins amerikanische Verteidigungsministerium. Wenig später stürzte das vierte Flugzeug auf ein Feld.

Seit diesen furchtbaren Angriffen hat sich einiges verändert. Die Terrorgruppe Al-Kaida soll die Anschläge geplant haben. Sie hat Kämpfer unter anderem in dem Land Afghanistan in Asien ausgebildet. Um die Radikalen von dort zu verjagen, griff der damalige amerikanische Präsident mit seiner Armee Afghanistan an. Seither sind in dem Land ausländische Soldaten stationiert, die Terroristen bekämpfen und für Sicherheit sorgen sollen.

Viele bezweifeln allerdings, dass der Einsatz etwas bringt. Es hat in mehreren Ländern weitere Anschläge gegeben, auch in Europa. Viele Angriffe konnten Geheimagenten und Polizisten zwar verhindern. Aber an manchen Orten ist die Stimmung ziemlich aufgeheizt - auf beiden Seiten. In einer kleinen Gemeinde in den USA wollen einige extreme Kirchenleute am 11. September zum Beispiel mehrere Ausgaben des Korans verbrennen. Der Koran, das heilige Buch im Islam - ist für die Muslime mindestens so wichtig wie die Bibel für die Christen. Und Al-Kaida und andere Gruppen glauben sehr radikal an den Islam.

Menschen auf der ganzen Welt finden die geplante Verbrennung empörend und respektlos. Viele Politiker und Führer verschiedenster Religionen haben den Plan sehr scharf kritisiert. Sie machen sich Sorgen, dass manche radikale Anhänger des Islams die Aktion als Kampfansage verstehen könnten - und dass es dann wieder Gewalt gibt. Es sind allerdings nur sehr wenige, die so extrem denken. Die ganz große Mehrheit der Menschen in den beteiligten Ländern möchte friedlich miteinander auskommen.

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