Neuer Satellit ins All gestartet

An Bord dieser Rakete ist ein Satellit - damit lässt sich die Erde ganz genau ausmessen.

Wie sieht der Planet aus, auf dem wir leben? Damit wir uns das besser vorstellen können, gibt es Modelle.

Ein Globus etwa zeigt die Erde als Kugel, auf der Länder und Ozeane aufgemalt sind. Und bei manchem fühlt sich die Oberfläche nicht glatt, sondern sogar holprig an. Das soll etwa Berge und Täler zeigen. Doch extrem genau ist ein Globus nicht. Nur wie kann man die Erde bis ins Kleinste ausmessen und in einem Modell darstellen? Forscher haben dazu einen Satelliten ins All geschickt.

Der deutsche Radarsatellit Tandem-X startete mit einer Rakete auf einem Weltraumbahnhof in dem Land Kasachstan in Asien. Er soll nun drei Jahre lang die Erde umrunden und ihre Oberfläche vermessen - und zwar mit einem anderen Satelliten, der genauso gebaut wurde wie er selbst. Der Zwilling von Tandem-X heißt Terrasar-X und ist schon länger im All. Die beiden sollen eng nebeneinander mit einem Tempo von rund 28 000 Kilometern pro Stunde um die Erde fliegen. So können sie vom Gelände gleichzeitig Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln machen.

Mit Hilfe der Satelliten-Daten wollen die Forscher ein 3D-Modell von der Erde entwickeln, das besonders genau ist. 3D steht für dreidimensional. Es bedeutet, dass nicht nur die Länge und Breite von etwas gemessen wird, sondern auch die Höhe und Tiefe. Das 3D-Modell soll unter anderem helfen, wenn Städte geplant werden. Fachleuten können die Infos nützen, etwa wenn sich die Erde durch ein Erdbeben verändert.

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