Neuer Plan für den Frieden in Afghanistan

Die Beauftragten der Afghanistan-Konferenz haben einen neuen Plan erarbeitet.

Viele Männer in schwarzen Anzügen und ein paar Frauen haben in London in Großbritannien zusammengehockt. Politiker aus rund 70 Ländern trafen sich dort am Donnerstag zu einer Konferenz, um die Probleme in Afghanistan zu besprechen.

In dem Land in Asien herrscht seit Jahren Gewalt. Soldaten und Polizisten aus Ländern wie Deutschland versuchen, die Lage zu verbessern. Doch das klappt nicht richtig. Deshalb beschlossen die Länder nun einen neuen Plan. Doch wie gut der wirkt, kann man erst in Monaten oder Jahren sagen.

Die Staaten wollen die Leute in Afghanistan in Zukunft mehr dabei unterstützen, ihren Schutz selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb sollen die Soldaten und Polizisten aus dem Ausland verstärkt afghanische Polizei-Leute und Militärs ausbilden. Nach und nach sollen diese dann selbst gegen die Gewalt in ihrem Land vorgehen. Die kommt vor allem von Aufständischen, Taliban genannt. Außerdem soll versucht werden, mit den Taliban Gespräche über Frieden zu führen.

Kämpfer sollen zudem mit Geld gelockt werden, bei den Taliban auszusteigen. Und die Staaten wollen auch mehr Geld geben, damit mehr Straßen und Schulen gebaut werden.

Aber bringt das alles wirklich Sicherheit und Frieden? Das werden wohl die kommenden Monate zeigen, sagten Experten Freitag.

Denn zum Beispiel braucht man für den Aufbau des Landes viele Helfer aus dem Ausland. Und die kann man nicht zwingen, in das gefährliche Land zu gehen.

Die meisten Menschen in Deutschland glauben zumindest nicht daran, dass der Plan klappt. Sie finden es auch nicht gut, dass die deutsche Regierung mehr Soldaten und Polizisten für die Ausbildung senden will. Das kam bei einer Umfrage heraus.

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