Neue Technik: Bezahlen mit dem Fingerabdruck

Einmal den Finger drücken und schon ist der Einkauf bezahlt.

An der Kasse im Supermarkt braucht man weder Geld noch Geldkarte. Und trotzdem kann man bezahlen - nämlich mit einem Fingerabdruck.

Eine Frau legt ihren Zeigefinger auf ein Lese-Gerät - einen Scanner. Das Gerät schaut sich den Finger an. Es prüft, zu wem er gehört. Dafür hat das Gerät Listen mit Fingerabdruck-Infos zur Verfügung. Und wenn der Name der Frau feststeht, schickt das Gerät die Anweisung an die Bank, das Geld von ihrem Konto runterzunehmen.

So ungefähr funktioniert eine neue Technik. Einige Supermärkte in Deutschland haben das Zahlen mit Fingerabdruck bereits eingeführt. Ein Versuch läuft auch beim Rewe-Markt in Köln-Hürth in Nordrhein- Westfalen.

Und was soll das bringen? Es hat Vorteile, sagt eine Kassiererin in Köln: "Das Geld kann man zu Hause vergessen, die Karte kann man verlieren, aber den Finger nicht." Außerdem meinen Fachleute vom Handel, dass es mit dem Finger-Geld schneller läuft: Zahlen per Finger dauere nur 7 Sekunden. So können die Läden schneller kassieren.

Es gibt aber auch Gegner der neuen Technik. Sie denken, dass alle möglichen Firmen und Behörden schon zu viele Daten über die Menschen in Deutschland in Computern gesammelt haben. Und jetzt kommen mit den Fingerabdrücken neue hinzu.

Die Datenschützer denken, dass böse Leute die Daten vielleicht auch mal ausnutzen könnten für Betrug. Oder Läden können die Daten darüber, wer was kauft, besser benutzen, damit ihre Geschäfte mehr in Schwung kommen. Und vielleicht könnte jemand die Daten auch klauen und was ganz anderes damit machen.

Deshalb sagen Datenschützer, dass man vorsichtig sein soll. Und auch keinen Teil des Fingerabdrucks einfach rausrücken soll, um ein paar Sekunden beim Einkauf zu sparen.

Bezahlen mit dem Finger - wie geht das?

Ein Finger-Scanner an der Supermarkt-Kasse weiß nicht von alleine, zum wem ein Finger gehört. Kunden, die so bezahlen wollen, müssen sich vorher bei Rewe bei einem Gerät anmelden. Sie legen dann erstmal einen Finger der rechten und linken Hand auf einen Scanner. Das Gerät macht aus Teilen des Musters am Finger einen Zahlencode. Und der wird gespeichert. Außerdem müssen die Kunden ihre Anschrift und ihr Bankkonto angeben.

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