Neue Gesetze, neue Regeln: Was ändert sich 2011?

Ahhhh! Arztbesuche kosten Geld. Um sie zu bezahlen, brauchen wir Krankenkassen.

„Die Kassen sind leer, das Geld ist knapp!“ Das haben Politiker der deutschen Regierung in letzter Zeit oft gesagt. Damit der Staat wieder an mehr Geld kommt, sollen sich im neuen Jahr einige Dinge ändern.

Und auch sonst steht viel an. Denn der Jahreswechsel ist ein Datum, an dem Politiker gerne neue Regeln und Gesetze starten lassen. Auf was müssen sich die Menschen bei uns einstellen? Ein paar Beispiele:

- Wer einen Job hat, muss von seinem Gehalt etwas mehr abgeben als bisher. Zum Beispiel für die gesetzliche Krankenversicherung. Sie soll die Menschen absichern, wenn sie krank werden. Denn sonst müssten sie vielleicht sehr viel Geld auf einmal hinblättern, etwa für Besuche beim Arzt und für Operationen. Deswegen zahlen die meisten Leute jeden Monat Geld für eine Krankenversicherung - auch wenn sie gesund sind. Die Firma, wo sie arbeiten, gibt auch etwas dazu. Wenn jemand krank wird, hilft ihm die Versicherung mit Geld.

- Auch der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung steigt leicht an. Diese Versicherung soll dafür sorgen, dass man trotzdem noch etwas Geld jeden Monat bekommt, wenn man seinen Job verliert. Man bekommt dann Geld vom Staat. Wer arbeitet, muss dafür künftig ein bisschen mehr zahlen - und seine Firma auch.

- Es soll nun endgültig überall gelten, dass Jugendliche schon mit 17 Jahren ein Auto fahren dürfen. Bisher gab es diesen frühen Führerschein bei uns nur als Test - und er hat gut funktioniert. Für Fahrer, die noch nicht volljährig sind, gibt es strenge Regeln: Es muss zum Beispiel immer ein Erwachsener dabei sein, der seit mindestens fünf Jahre einen Führerschein hat.

- Bald soll es eine neue Sorte Sprit an den Tankstellen geben: E10. Zum normalen Sprit wird dafür mehr Kraftstoff gemischt, der aus Pflanzen wie Getreide oder Zuckerrüben gewonnen wird. Befürworter sagen, das sei gut für die Umwelt. Denn Pflanzen wachsen schnell nach - anders als Erdöl, aus dem sonst meist Sprit gewonnen wird. Kritiker meinen jedoch etwa: Nicht alle Autos vertragen den neuen Kraftstoff. Außerdem bräuchten die Äcker mit Biosprit-Pflanzen viel Platz. Dafür müssten zum Beispiel Wälder weichen - und das sei wiederum schlecht fürs Klima.

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