Nationalspielerin spielte als Kind heimlich Fußball

Kim Kulig hofft, dass sie bei der WM dabei ist.

Als Kind hielt Kim Kulig es erst einmal geheim, dass sie Fußball spielte. Später wurde sie dann richtig gut. Die 21-Jährige ist Nationalspielerin und hat gute Chancen, bei der Frauenfußball-WM in diesem Sommer dabei zu sein.

Uns verrät sie, warum sie ihren Eltern am Anfang nichts von ihrem neuen Hobby erzählte.

Wann und wie hast du mit Fußball angefangen?

Kim Kulig: "Ich habe früher schon immer mehr mit Jungs gespielt und oft Fußball. Irgendwann haben mich meine Freunde von der Schule mit ins Training genommen, aber nur heimlich. Da war ich acht Jahre alt."

Warum musstest du es am Anfang geheim halten?

Kim Kulig: "Ich habe zu der Zeit schon zwei andere Sportarten gemacht: Ich bin BMX gefahren und habe Leichtathletik gemacht. Deswegen musste ich heimlich zum Fußball, weil meine Eltern nicht wollten, dass ich noch eine dritte Sportart anfange. Sie haben gesagt: "Man kann nicht alles machen.""

Wie haben es deine Eltern dann mitbekommen? Und wie haben sie reagiert?

Kim Kulig: "Mein damaliger Trainer hat irgendwann zu Hause angerufen, weil er wollte, dass ich richtig anfange. Er hat geschafft, sie zu überzeugen. Meine Eltern waren ja auch nicht generell dagegen, dass ich Fußball spiele. Sie sind selbst große Fans und haben dann gesagt: "Du darfst Fußball spielen, aber an dritter Stelle.""

Wieso hast du dich schließlich für Fußball entschieden - und nicht etwa fürs BMX-Fahren?

Hintergrund:

Kim Kulig: "Fußball hat mir nach einer Weile mehr Spaß gemacht. Ich mag es, weil es eine Mannschaftssportart ist. Ich habe fünf Geschwister und bin gerne in einer Gruppe mit anderen zusammen. Vielleicht habe ich damals auch angefangen, weil es eher ein Jungensport war und ich ja mehr mit Jungs gespielt habe."

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