Naschen ohne Ende: Ramadan endet mit Zuckerfest

Die zwölfjährige Eda freut sich auf das islamische Zuckerfest, dann wird genascht!

Den ganzen Tag naschen! Träumt ihr davon auch? Für viele muslimische Mädchen und Jungen geht dieser Traum am Donnerstag in Erfüllung. Denn dann startet das jährliche Zuckerfest. Das ist ein wichtiges Fest in der Religion Islam.

Auch Eda Etli ist schon aufgeregt. "Dann kommt die ganze Familie zusammen und es gibt ganz viele Süßigkeiten und Geschenke", freut sich die Zwölfjährige. Eda (gesprochen: Edda) lebt in Istanbul. Das ist die größte Stadt der Türkei, dort wohnen viele Muslime. Mit dem Zuckerfest geht der islamische Fastenmonat Ramadan zu Ende. Und weil das Zuckerfest für Muslime so wichtig ist wie Weihnachten für Christen, feiern sie das drei Tage lang mit der ganzen Familie - und essen dabei eine Menge Süßigkeiten. Daher also der Name des Festes.

Auch in Deutschland leben viele Muslime. Zum Zuckerfest bekommen muslimische Kinder auf der ganzen Welt neben süßen Leckereien auch Spielsachen und Geld geschenkt. "Dieses Jahr will Mama mir und meinem Bruder aber lieber neue Schulsachen kaufen", sagt Eda. Darüber ist sie nicht besonders erfreut.

Aber die Familie ist ja zum Glück groß: Neben ihren beiden Omas und Opas hat Eda noch drei Tanten, drei Onkel und neun Cousins und Cousinen. "Da kommt immer einiges an Geschenken zusammen", sagt Edas Mutter. Eda hat sich Bücher und CDs gewünscht. "Und natürlich neue Klamotten."

Dieses Jahr will sich die ganze Familie bei der ältesten Tante treffen. "Hoffentlich klappt das", sagt Eda. "Denn wenn nicht, müssen wir alle Tanten und Onkel einzeln besuchen - und das kann ganz schön anstrengend sein." Aber sie ist zuversichtlich: "Da müsste schon was richtig Wichtiges dazwischenkommen, damit die Familie das Zuckerfest nicht zusammen feiert."

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