Närrische Umzüge und Bonbon-Regen

Bibbern mit Pappnase: In bunten Kostümen haben am Montag Hunderttausende Menschen den Höhepunkt des Straßenkarnevals gefeiert.

Dabei ließen sie sich von Schnee und Eiseskälte die Stimmung nicht vermiesen. Bei den Umzügen in Köln, Düsseldorf und Mainz rollten lustige Motivwagen durch die Straßen. Dazu spielten Musikkapellen und die Zuschauer schunkelten als Clown, Pinguin oder Biene verkleidet im Takt.

Der Kölner Rosenmontagszug war mit 11 000 Teilnehmern, mehr als 500 Pferden und 100 Wagen wieder der größte Karnevals-Umzug in Deutschland. Zudem warfen die Narren und Jecken in der Stadt in Nordrhein-Westfalen 300 Tonnen Süßigkeiten in die Menge. Das sind etwa 25 mittlere Lastwagen voll. Auf den Karnevalswagen fuhren auch Promis mit wie der Komiker Dirk Bach. Die Zuschauer sahen dem Umzug dicht gedrängt vom Straßenrand zu. Kinder rafften Süßigkeiten zusammen.

Bei den Umzügen machen sich die Narren jedes Jahr über Politiker lustig. So waren auf einem Wagen in Mainz in Rheinland-Pfalz Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Außenminister Guido Westerwelle beim Lottospielen zu sehen. Damit wurde auf Pläne angespielt, die Steuern zu senken, obwohl die Staatskasse leer ist. In Düsseldorf wurde die Kanzlerin sogar nackt abgebildet.

In anderen Staaten wurde ebenso ausgelassen Karneval gefeiert - wenn auch bei wärmeren Temperaturen. In Rio de Janeiro in Brasilien tanzten die Menschen bis in die frühen Morgenstunden des Rosenmontags zu lauter Partymusik Samba. Dabei hatten sie sich in farbenprächtige Kostüme gekleidet. Auch dort in Südamerika waren Prominente dabei: die Pop-Sängerin Madonna mit ihrem Freund ebenso wie das Party-Mädel Paris Hilton.

Am Mittwoch ist die Karnevalszeit in vielen Städten vorbei. Dann beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die bis Ostern dauert. Fasten bedeutet, eine Zeit lang auf etwas zu verzichten. Schokolade zum Beispiel oder Fernsehen. Mit den Karnevals-Festen möchten manche Menschen auch den Winter vertreiben.

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