Nach der Niederlage: Ein Gespräch mit Jogi Löw

Das Testspiel gegen Argentinien lief nicht so, wie sich das Jogi Löw vorgestellt hatte.

Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Argentinien verloren. Nun setzt Trainer Joachim Löw ganz auf die Vorbereitung zur Weltmeisterschaft - von Mai an.

Das Team müsse noch an so manchen Baustellen arbeiten, sagte Löw. Die WM steigt im Juni.

Woran muss das Team denn noch arbeiten?

Joachim Löw: Es gibt immer Dinge, an denen man arbeiten muss. Beispielsweise in der Detailabstimmung in jedem Mannschaftsteil. Erst als Cacau ins Spiel kam, kam nach vorne mehr Leben rein. Mit Özil, Podolski, Müller und Klose hatten wir schon ganz offensive Spieler auf dem Platz. Daran lag es nicht. Wir brauchen mehr Selbstbewusstsein.

Wie haben Sie die Neulinge Thomas Müller und Toni Kroos gesehen?

Joachim Löw: Sie haben ihre Sache ordentlich gemacht. Für Toni Kroos war es sehr schwer, in dieser Phase ins Spiel reinzukommen. Aber er hat sich eingefunden und angeboten, wollte etwas nach vorn machen. Bei Thomas Müller hatte ich nicht das Gefühl, dass er nervös ist. Man hat gegen einen starken Gegner gesehen, dass sie gutes Potenzial haben.

Bleibt jetzt Bastian Schweinsteiger neben Kapitän Michael Ballack im zentralen defensiven Mittelfeld?

Joachim Löw: Schweinsteiger und Ballack können schon zusammen spielen. Es hängt viel von der WM-Vorbereitung ab, da muss einiges eingespielt werden mit den drei Zentralen Schweinsteiger, Özil und Ballack.

Wo steht die Mannschaft denn fast 100 Tage vor dem WM-Beginn?

Joachim Löw: Das Gerüst steht. Selbstverständlich spüre ich, es gibt die eine oder andere Baustelle. Wenn wir dann vier Wochen zusammen sind, können wir konsequent an diesen Dingen arbeiten.

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