Murmeltier Phil soll das Wetter vorhersagen

Er ist das berühmteste Murmeltier der Welt. Ob Phil deswegen so erstaunt dreinschaut?

Brrr, ist das kalt! Ob's demnächst wohl endlich wärmer wird? Das fragen sich gerade im Winter viele Leute. Zum Beispiel derzeit in den USA.

Sie hoffen deswegen auf das Murmeltier Phil aus einer Kleinstadt in den USA. Denn das Erdhörnchen kann angeblich vorhersagen, wie das Wetter in den nächsten Wochen aussieht.

Wie Phil das macht? An diesem Mittwoch ist dort Murmeltiertag. Das heißt, Phil kommt nach längerer Zeit wieder aus seinem Bau. Scheint an dem Tag die Sonne, sieht Phil seinen Schatten - und erschreckt sich angeblich so, dass er sich in seinen Bau zurückzieht. Die Leute glauben: Das bedeutet, dass der Winter noch einige Wochen weitergehen wird. Wenn es am Murmeltiertag jedoch bewölkt ist, freuen sich die Menschen. Denn dann versteckt sich Phil nicht sofort - und der Frühling steht angeblich vor der Tür.

Ob Phil wirklich so reagiert, weiß natürlich keiner und eine sichere Wettervorhersage ist das auch nicht. Aber auch bei uns schwören viele Menschen darauf, dass Tiere das Wetter vorhersagen können.

Zum Beispiel Schwalben. Forscher haben herausgefunden, dass die Tiere in der wärmeren Jahreszeit vor einem Gewitter meist ziemlich tief fliegen. Sieht man also Schwalben, die nicht sehr weit oben in der Luft fliegen, könnte das heißen: Bald gibt's ein Gewitter. Aber auch das ist kein Muss, sagen Wetter-Experten. Schwalben können auch mal tief fliegen, wenn kein Gewitter droht.

Ähnlich sieht es mit Gewitterfliegen aus. Das sind kleine schwarze wurmähnliche Tierchen, die im Sommer manchmal auf unserer Haut landen. Sie fliegen vor allem dann, wenn es sehr feucht und sehr warm ist. Das ist es zum Beispiel im Sommer kurz vor einem Gewitter - aber auch nicht immer. Sieht man also Gewitterwürmchen, kann ein Gewitter folgen, muss aber nicht.

Was die Schafskälte mit Tieren zu tun hat

Regen oder Hitze - das interessierte schon vor langer Zeit die Menschen. Für die Bauern war es zum Beispiel sehr wichtig zu wissen, ob ihre Ernte genug Regenwasser abbekommt. So entstanden Bauernregeln, die heute Lostage genannt werden. Das sind bestimmte Tage, an denen man angeblich erkennen kann, wie das Wetter wird. Hier ein paar Beispiele:

- SIEBENSCHLÄFER: Das ist nicht nur ein Nagetier, sondern auch ein Tag Ende Juni. So, wie das Wetter am Siebenschläfer-Tag ist, so wird es dann möglicherweise auch in den sieben folgenden Wochen sein.

- SCHAFSKÄLTE: Das bezeichnet die Tage, wenn es im Juni für einige Tage plötzlich ziemlich kalt wird. Der Name Schafskälte hat tatsächlich etwas mit Schafen zu tun: Wenn Schafe zu dem Zeitpunkt schon geschoren wurden und kein dickes Fell mehr haben, frieren sie.

- HUNDSTAGE: Hundstage haben dagegen nichts mit den Haustieren zu tun. Als Hundstage bezeichnet man Tage, wenn es im Sommer besonders heiß ist. Das kannten schon die Menschen vor rund 2000 Jahren. Damals merkten sie auch, dass zu der Zeit ein bestimmtes Bild am Sternenhimmel zu sehen war: der sogenannte Große Hund.

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