Mehr Frauen als Entscheider - Dafür eine Quote?

Damit mehr Frauen auch Chef werden, soll es eine Frauenquote geben.

Stell dir vor: In einer Klasse sitzen 20 Schüler, 8 Mädchen und 12 Jungen. Der Anteil der Mädchen ist also kleiner. Wer den Schlaumeier spielen will, haut dann so einen Spruch raus: Die Mädchenquote ist geringer als die Jungenquote.

Quote kann man nämlich als Fremdwort für den Begriff Anteil benutzen. Die Quote gibt in diesem Fall an, wie hoch der Anteil von Mädchen ist, die in diese Klasse gehen. Also der Anteil an allen Schülern.

Eine Quote wird meist in Prozent gemessen. Für diese Klasse kann man ausrechnen: 60 Prozent der Kinder sind Jungen, 40 Prozent sind Mädchen.

Großes Thema bei Politikern in den letzten Monaten war aber nicht die Quote von Mädchen, sondern die so genannte Frauenquote. Damit ist meistens der Anteil von Chefinnen in Unternehmen in Deutschland gemeint. Vor allem in großen Firmen entscheiden nämlich nur wenige Frauen, wo es langgeht. Die Frauenquote auf Chefsesseln ist also gering.

Das wollen einige Politiker und Experten ändern. Denn sie meinen unter anderem: Entscheiderinnen können mit schlauen Ideen die Unternehmen besser machen. Manche setzen sich dafür ein, dass es eine feste Quote gibt. Damit ist gemeint: Es sollte festgelegt werden, dass Frauen einen festen Anteil von Führungsposten besetzen. Andere halten zum Beispiel dagegen: So eine Regel schränke die Freiheit der Firmen ein.

Die Frauenquote ist ein Aufregerthema, etwa weil Frauen und Männer eigentlich gleiche Rechte haben. Deswegen streiten Fachleute immer wieder mal darüber. Am Mittwoch trafen sich in Berlin Politiker und Leute von großen Unternehmen, um über dieses Thema und mögliche Lösungswege zu sprechen.

Kommentare