Ein Mann aus Ghana bei Olympia

Seht her, ich bin der Schnee-Leopard: Kwame Nkrumah-Acheampong aus Ghana.

In seinem Heimatland gibt es normalerweise keinen Schnee. Trotzdem ist Kwame Nkrumah-Acheampong Skirennfahrer geworden.

Der Mann aus Ghana im Westen Afrikas tritt sogar bei den Olympischen Spielen an: An diesem Samstag will er im Slalom an den Start gehen. Der Mann mit dem schwierigen Namen trägt am liebsten einen Skianzug, der an einen Leoparden erinnert. Der Anzug hat Punkte so ähnlich wie das Fell der Raubkatzen. Daher lautet sein Spitzname: Schnee-Leopard.

Er nimmt als erster Sportler seines Landes an Winterspielen teil. Und der 35-Jährige findet das gar nicht so ungewöhnlich: "Warum sollen wir Afrikaner nicht zeigen, dass wir mehr können als schnell zu laufen oder gut Fußball zu spielen?", fragte er. Der Sportler entdeckte das Skifahren, als er in einer Skihalle in Großbritannien arbeitete. Er war nämlich in Großbritannien zur Welt gekommen, lebte aber später in Ghana.

In Kanada gehört der Schnee-Leopard zu den Stars beim Publikum Überall wo er auftaucht, wird er von Menschen umringt. Er muss Autogramme schreiben und Interviews geben.

Solche ungewöhnlichen Olympia-Teilnehmer gibt es immer wieder. Besonders bekannt wurde etwa die erste Bob-Mannschaft von der Karibikinsel Jamaika. Sie gingen bei den Winterspielen 1988 in Calgary an den Start.

Die jamaikanischen Bobfahrer waren damals nicht besonders erfolgreich. Sie waren aber ein gutes Beispiel für den olympischen Gedanken "Dabeisein ist alles". So wird auch der Schnee-Leopard wohl keine Medaille erobern. Aber wenigstens ist er dabei.

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