Wo die Mainzelmännchen zuhause sind

Sie bringt den Mainzelmännchen das Laufen bei: Eine Mitarbeiterin im Filmstudio überprüft die Zeichnungen am Leuchttisch.

Viele Leute finden sie süß: die Mainzelmännchen aus den Werbepausen beim Fernsehsender ZDF. Die Mini-Filmchen sind oft komisch - und aufwendig.

Die Mainzelmännchen treten zum Beispiel vor der Werbung im Fernsehsender ZDF auf. Und ihr schelmisch quäkender Gruß hört sich nur so ähnlich an wie "Guten Abend": "Gudn' Aamd!", tönen sie. Zum Team der Mainzelmännchen gehören sechs Figuren: Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen.

Die Vorgaben für die Mini-Geschichten mit den Mainzelmännchen kommen aus der Sendezentrale des ZDF. Die ist in Mainz in Rheinland-Pfalz. Die Macher der Figuren sitzen allerdings bei einer Firma in Wiesbaden in Hessen.

Eine ganze Reihe Menschen arbeitet an den Spots mit. Als erstes macht sich der Geschichtenschreiber an die Arbeit. "Das ist gar nicht so leicht, denn meist sind die Filmchen nur zwei bis vier Sekunden lang", erklärt die Produktionsleiterin Martina Sasse.

Der Geschichtenschreiber versucht, sich nette, einfache Geschichten auszudenken, die sich schnell von selbst erklären und dabei witzig sind. Das kann zum Beispiel sein, dass Det versucht, einen Hund zu dressieren.

Wird die Idee für einen neuen Film beim Sender abgenickt, dann beginnt die Arbeit der sogenannten Animatoren. Sie hauchen den Figuren am Zeichentisch Leben ein.

Bei den Zeichnungen geht es etwa um den Gesichtsausdruck der Mainzelmännchen und was sie mit ihren Händen tun. Etwa einen Tag benötigt ein erfahrener Animator für einen Spot von vier Sekunden, erklärt die Produktionsleiterin. Aus den Zeichnungen entsteht dann schließlich der Minifilm.

Anton, Fritzchen und ihre Kollegen bekommen aber auch noch einen Feinschliff - bei Conny Scheidemann. Sie überprüft sorgfältig die Zeichnungen. Nebenher läuft auf einem Computer die Rohfassung des Trickfilms.

"Ich stelle sicher, dass die Figuren auch alle gleich aussehen", erklärt Conny Scheidemann. Sonst würde der Fernsehzuschauer vielleicht merken, dass die Spots von verschiedenen Zeichnern produziert wurden.

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