Macht's gut! Die letzten Flüge der Space Shuttles

In ihrer riesen Garage: die gute alte Discovery

Der Space Shuttle mit dem Namen "Discovery" hat nach fast 40 Flügen beinah 30 Jahre auf dem Buckel! Manches Auto hätte man in diesem Alter längst verschrottet. Das soll in diesem Jahr auch mit der "Discovery" und ihren Schwestern passieren...

3,2,1,0: Die Weltraumfähre hebt unter dem ohrenbetäubendem Lärm der Raketen ab. Der Boden scheint zu beben. Dann ist ein gleißend roter Feuerschweif zu sehen und dichte Rauchwolken steigen auf. In einem wahnsinnigen Tempo ist das Raumschiff auf seinem Weg ins Weltall und die Raumfahrer in der Schwerelosigkeit.

Space Shuttles heißen die berühmten Raumfähren aus den USA. Sie zischen von der Ostküste der USA aus Richtung All, vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Doch so richtig oft wird es diese spektakulären Starts nicht mehr geben. Denn die Raumschiffe sind zu alt.

Sie müssen oft repariert werden und das ist teuer. Es gab auch schon zwei schwere Unfälle mit den Raumfähren. Dabei kamen die Besatzungen ums Leben. Danach hatten eine Menge Leute ein mulmiges Gefühl, wenn sich eine der Raumfähren auf den Weg machte.

Die "Discovery" hat die meisten Missionen auf dem Buckel. Noch im Februar soll dieser Space Shuttle wieder starten. Der Flug ist schon mehrmals verschoben worden, weil immer wieder etwas repariert werden musste. Nach dieser letzten Mission ist Schluss! Die "Discovery" wird ausgemustert.

Damit geht ein Stück Raumfahrtgeschichte zu Ende. Denn vor 30 Jahren war der Start des ersten Space Shuttles "Columbia" ein Weltereignis. Zum ersten Mal gab es ein Raumschiff, das man komplett wiederverwenden konnte. Es war also nach der Landung nicht kaputt wie Raumkapseln etwa aus Russland.

Viele Menschen in Amerika sind ein bisschen traurig, dass die Shuttle-Flüge bald aufhören. Als letztes sollen in diesem Jahr noch zwei Schwesternschiffe der "Discovery" starten. Sie sind nicht ganz so alt. Danach wollen die USA erst einmal keine Raumfähren mehr ins All schicken. Die Versorgung der Internationalen Raumstation ISS übernimmt dann Russland.

Lecker - Essen aus der Dose

Es ist schon komisch, wenn eine Käsescheibe beim Frühstück langsam an die Decke schwebt. Bei uns auf der Erde passiert das nicht. Uns hält die Schwerkraft der Erde auf dem Boden. Das hat mit der enormen Masse der Erde zu tun.

An Bord der Internationalen Raumstation ISS ist es aber möglich, dass der Käse umherfliegt. Denn dort herrscht Schwerelosigkeit. Es bleibt einfach nichts an seinem Platz, wenn es nicht irgendwie befestigt ist. Auch Menschen sind schwerelos. Sie können nicht durch die Station laufen. Sie schweben. Das muss man üben. Sonst holt man sich blaue Flecken.

In der Schwerelosigkeit kann man auch kein Glas Wasser trinken. Die Flüssigkeit würde einem als Tröpfchen um den Kopf schwirren. Deshalb trinken Raumfahrer Flüssigkeiten aus Beuteln mit Strohhalmen. Die Strohhalme können sie mit einer Klemme verschließen. Festes Essen gibt es unter anderem in Dosen.

Wenn sich Astronauten zum Essen zum Beispiel an den Tisch setzen, müssen sie ihre Füße unter dem Tisch in Schlaufen stecken. Sonst würden sie gleich wieder abheben. Der Tisch ist natürlich auch festgeschraubt. Die Mahlzeit machen die Raumfahrer mit Klebeband auf der Tischplatte fest. Wenn man nicht aufpasst, schwebt das Essen davon.

Einfach zum Schlafen ins Bett? Nicht im All. Deshalb gibt es Schlafkabinen, in denen Schlafsäcke an die Wand gebunden sind.

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