Was macht eigentlich eine Staatsanwaltschaft?

Staats-an-walt-schaft - dieses Wort taucht gerade ziemlich oft im Radio, Fernsehen oder in Zeitungen auf. Solche Behörden sind zum Beispiel dazu da, schlimme Ereignisse aufzuklären.

So wie in Duisburg in Nordrhein-Westfalen. Dort starben mehrere Besucher bei der großen Musikparty Loveparade und Hunderte wurden verletzt. Jetzt fragen viele Leute: Wer ist schuld an dem Unglück?

Solche Fragen versucht eine Staatsanwaltschaft zu klären. In Deutschland gibt es viele dieser Behörden, die sich prima mit Gesetzen auskennen. Wenn eine Behörde mitbekommt, dass etwas Schlimmes passiert ist, beginnt sie mit bestimmten Nachforschungen. Profis nennen so etwas Ermittlungsverfahren. Und was wird da genau gemacht?

Zum Beispiel befragt die Staatsanwaltschaft Leute, die etwas von der Tat gesehen oder gehört haben könnten - sogenannte Zeugen. Das macht die Behörde aber nicht unbedingt selbst. Sie kann auch der Polizei den Auftrag geben, das zu übernehmen.

Außerdem schaut sich die Staatsanwaltschaft ganz viele Unterlagen an. Im Fall der Musikparty könnte sie zum Beispiel Unterlagen prüfen, in denen steht, wie die Sicherheit der Menschen auf dem Gelände geregelt werden sollte.

Und dann schaut die Staatsanwaltschaft: Gibt es jemanden, der schuld sein könnte? Und reichen die gefundenen Informationen aus, um demjenigen nachzuweisen, dass er einen Fehler begangen hat?

So ein Ermittlungsverfahren kann Wochen, Monate oder sogar mehrere Jahre dauern. Wenn die Staatsanwaltschaft übrigens glaubt, dass sie einen Schuldigen gefunden hat, kann sie Anklage erheben. Das bedeutet, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

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