Lieber lange Kleidung bei heißem Wetter

Wusstest du, dass dich lange Kleidung bei heißem Wetter viel weniger zum Schwitzen bringt als kurze? Das liegt daran, dass dein Körper so weniger schnell heiß werden kann. Denn durch den Stoff ist deine Haut an den Armen und den Beinen vor den heißen Sonnenstrahlen geschützt.

Und die heizen dich viel mehr auf als die nackte Haut dich abkühlen würde. Außerdem sollte die Kleidung nicht zu eng am Körper anliegen. So staut sich die Wärme nämlich. "Am besten trägt man bei der Hitze luftige weite, schwarze Kleidung", sagt ein Experte. So kommt noch genug Luft an die Haut und der Schweiß kann verdunsten und so den Körper kühlen. Außerdem hält schwarzer Stoff die Sonnenstrahlen besser ab als weißer Stoff.

Hintergrund: Unser Körper hat seine eigene Klimaanlage

Die Sonne brennt auf der Haut und der Schweiß tropft von der Stirn. Wenn es draußen so richtig warm ist, hat unser Körper richtig viel zu tun. Er wirft dann nämlich unsere eigene Klimaanlage an.

Die geht immer dann an, wenn es unserem Körper zu warm wird. Das kann zum Beispiel passieren, wenn es draußen so heiß wie im Moment ist. Oder auch, wenn wir uns anstrengen und schnell rennen oder Fahrrad fahren. Dann steigt die Temperatur in unserem Körper ganz leicht an. Normalerweise liegt sie meist zwischen 36,5 und 37 Grad Celsius.

"Im Gehirn sitzt das Temperaturzentrum. Dort wird ständig die Temperatur unseres Blutes gemessen", erklärt ein Experte. Wenn die zu hoch ist, kann das gefährlich sein. Dann kann man überhitzen und sogar ohnmächtig werden. Dann bekommt man einen Hitzekollaps.

Damit das nicht passiert, schickt das Gehirn unterschiedliche Befehle an unseren überhitzten Körper. Den Blutgefäßen sagt es: "Dehnt euch aus!" Dann hat das heiße Blut mehr Platz in den Adern und kühlt schneller ab. Das geht noch besser, wenn man sich an einem kühlen Ort aufhält. Im Wasser zum Beispiel oder im Schatten.

Den vielen Millionen Schweißdrüsen sagt das Gehirn dagegen: "Produziere mehr Wasser!" Das Wasser tritt über winzig kleine Löcher auf die Oberfläche der Haut aus. Diese Löcher nennt man Hautporen. Darin bilden sich die Mini-Wasserperlen. Diese Schweißperlen kühlen dort leicht ab und können deshalb Wärme des Körpers aufnehmen. Auch dadurch kühlt der Körper ab.

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