Keine Wehrpflicht mehr: Zum letzten Mal unfreiwillig zur Bundeswehr

Lange her: 1956 wurden die ersten Wehrpflichtigen eingezogen.

Was muss ein Soldat alles können? Getarnt durch den Schlamm robben, oder mit einem Gewehr schießen. Solche Dinge lernt man in Deutschland eben bei der Bundeswehr.

Und bisher konnten junge Männer zwischen etwa 18 Jahren und 29 Jahren verpflichtet werden, einige Monate zur Bundeswehr zu gehen und dort eine Art Schnellkurs als Soldat zu machen. Das nennt man Wehrpflicht.

Politiker haben vor kurzem entschieden, dass es diese Wehrpflicht nicht mehr geben soll. Zur Bundeswehr soll man nur noch freiwillig gehen. Das gilt aber erst ab März. Am Montag mussten also noch einmal Tausende junge Männer mit der Ausbildung zum Soldaten anfangen. Sie sind vorerst die letzten, für die die Wehrpflicht gilt.

Dass damit bald Schluss ist, war die Idee von Karl-Theodor zu Guttenberg. Das ist der deutsche Minister für Verteidigung. Er will die Bundeswehr grundsätzlich verändern: Dort soll es weniger Soldaten geben als bisher. Im Moment sind es rund 235 000. Künftig soll es nicht mehr als 185 000 Soldaten geben. Der Minister will nämlich unter anderem sparen - und eine große Soldatentruppe kostet viel Geld.

Im Grundgesetz, also den wichtigsten Regeln unseres Landes, bleibt die Wehrpflicht allerdings weiter stehen. Denn wenn Deutschland bedroht wird, zum Beispiel von einem anderen Land, dann sollen Männer ab 18 Jahren wieder verpflichtet werden können, zur Bundeswehr zu gehen. So einen Fall wird es wohl so schnell nicht geben.

Kommentare