Leckeres und gesundes Essen trotz Ehec

Wissenschaftler sagen, dass wir Obst weiterhin essen können - trotz Ehec.

Für viele Kinder war es in den letzten Wochen eine willkommene Ausrede: "Nein, ich esse kein Gemüsedavon bekomme ich nur Ehec-Erreger und eine Darminfektion". Stattdessen wurden Chicken-Nuggets und Fritten gefordert und die Eltern hatten kaum ein Gegenargument. Doch damit ist es jetzt vorbei.

Nicht nur, dass die Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalate aufgehoben wurde - es gibt auch genügend andere gesunde, vitaminreiche Nahrung als Alternative.

 Die Wissenschaftlerin Mathilde Kersting erzählt in einem Interview,  wie wir immer noch genug vitaminreiche Kost bekommen, selbst wenn wir auf viel Gemüse verzichten.

Sollten wir im Moment Vitamintabletten nehmen, um nicht krank zu werden?

Mathilde Kersting: "Auf keinen Fall, das ist überhaupt nicht nötig. Tomaten und Gurken sind ohnehin nicht besonders nährstoffreich. Wenn wir auf die eine Weile verzichten, werden wir bestimmt nicht krank. Obst hingegen hat sehr viele Vitamine - und das können wir ja weiterhin essen. Und auch Gemüse kann ohne Angst gegessen werden, wenn es vorher erhitzt wird. Paprika, Blumenkohl oder Brokkoli zum Beispiel enthalten viele wertvolle Nährstoffe."

Beim Kochen werden die EHEC-Keime zerstört. Aber gehen dann nicht auch die Vitamine kaputt?

Mathilde Kersting: "Vitamine gehen beim Kochen tatsächlich leicht verloren, vor allem Vitamin C und Folsäure. Die sind aber wiederum reichlich in Obst enthalten. Vor einem Mangel braucht man sich also nicht zu fürchten. Grundsätzlich sollte man Gemüse nicht lange in Wasser kochen, sondern es eher in wenig Flüssigkeit dünsten. Dann bleibt mehr von den Vitaminen erhalten."

Vitamine stecken doch auch in Säften, oder?

Mathilde Kerstig: "Ja, Obstsäfte haben viel Vitamin C. Schon ein halbes Glas Orangensaft am Tag reicht für ein Kind aus. Aber allzu viel Saft sollte man nicht trinken. Anders als beim Essen wird man davon nämlich nicht so schnell satt. Man nimmt dann leicht viel zu viele Kalorien auf. Und das macht ja dick."

Forschungsinstitut für Kinderernährung FKE

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