So lebte Schwimmerin Franzi van Almsick als Kind

Franziska van Almsick als 14jährige (rechts) und zehn Jahre später bei einem Wettkampf.

Heute zieht Franziska van Almsick nur noch selten ihre Bahnen. Man sieht sie aber mal im Fernsehen, wenn sie Wettkämpfe kommentiert. Die 33-Jährige hat ihre Karriere als Profi-Schwimmerin längst beendet. Doch wie lief es eigentlich, als sie noch am Anfang stand?

Gegen 5.30 Uhr kriecht Franziska aus dem Bett. Schnell frühstücken, raus zur S-Bahn. Eine Stunde braucht die Zehnjährige, um zur Schwimmhalle zu fahren. Gegen 7 Uhr geht sie rein ins Wasser. "Mit zehn Jahren habe ich zweimal am Tag trainiert, etwa sechs Stunden lang", erzählt Franziska van Almsick.

Das ist schon lange her. Damals war sie auf dem Weg zum Schwimmstar. Inzwischen ist Franziska van Almsick längst eine erwachsene Frau. Sie ist 33 Jahre alt und hat schon vor einigen Jahren wieder aufgehört mit dem Profi-Sport. Über ihre Zeit als Kind kramt sie jedoch noch einiges aus dem Gedächtnis hervor.

"Das Training morgens ging so bis 9, halb 10. Dann ging die Schule los", erzählt sie. Das Schwimm-Talent besuchte eine reine Mädchenklasse. "Ich war in der 5 S1. S war Schwimmen, 1 war Mädchen, 2 war Jungs." Das war auf ihrer Schule so. Franziska van Almsick wuchs im Osten Berlins auf. Der gehörte zu der Zeit zu einem Staat mit dem Namen DDR. Deutschland war damals nämlich in zwei Länder geteilt - in die DDR und die Bundesrepublik Deutschland.

Nach dem Unterricht spazierte die Schülerin am späten Nachmittag zurück zur Schwimmhalle. Wieder Training. Ab und an quälten sich die Mädchen dabei in Tests. Der Trainer stoppte die Zeit, um zu messen, ob sich die Kinder verbessert hatten. "Tests waren immer doof", erinnert sich Franziska van Almsick. "Du merkst vielleicht schon vorher, dass du nicht gut drauf bist und die, die auf keinen Fall vor dir sein darf, heute einen echt guten Tag erwischt hat."

Mit den anderen Mädchen quatschte sie nach dem Schwimmen oft noch ein bisschen in der Umkleide. Gegen 8 Uhr erreichte sie dann wieder ihr Zuhause. Der Tag war fast vorbei. Ob sie nichts vermisst habe, zum Beispiel Zeit, sich einen Film anzusehen? "Nein, meine Freundinnen gingen auch nicht ins Kino. Meine Freunde haben das gemacht, was ich gemacht habe."

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