Wie lebt es sich als Schüler in China?

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen: Wenn Wang Daren nicht gerade zur Schule geht, macht er Hausaufgaben, lernt oder nimmt Nachhilfe.

Das klingt wirklich anstrengend, oder? Der 15-Jährige lebt in Peking, der Hauptstadt von China. Wenn nachmittags um halb fünf die Schule aus ist, muss Daren noch zwei Stunden Hausarbeiten machen und für Prüfungen büffeln.

"Zurzeit habe ich sehr viel zu tun!", sagt Daren. Wer auf eine der guten Schulen möchte, muss pauken. Am Wochenende bekommt der 15- Jährige zusätzlich Unterricht. Am wichtigsten sei es, "erfolgreich in der Schule zu sein", erzählt er. Das viele Lernen sei ermüdend. Aber er habe keine andere Wahl.

Denn in Wangs Schulklasse gibt es 42 Mitschüler. In der Stufe sind sechs Klassen. Und die Konkurrenz um die Plätze in den guten Schulen ist groß. Denn wer dort einen Abschluss macht, hat Chancen, einen guten Job zu bekommen und Geld zu verdienen. Viele Familien in China sind arm und hoffen, dass es ihren Kindern später bessergeht und sie die Eltern dann unterstützen können.

Bei dem vielen Lernen bleibt Daren nicht viel Freizeit. Zum Glück wohnen die meisten seiner Freunde in der Nachbarschaft. In den engen Straßen seines Viertels herrscht buntes Treiben. Wang Daren fühlt sich wohl in seiner Stadt Peking. Es störe ihn nur, dass alles so zugebaut ist. Wenn er mit seinen Freunden rausgeht, gibt es nur wenig Platz, um etwa Basketball zu spielen. Das macht er nämlich am liebsten.

Und noch etwas liebt er: das Zeichnen. Daren nimmt sogar Malstunden. Später möchte er auch im Beruf etwas machen, das mit Zeichnen und Gestaltung zu tun hat.

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