Auf ins Leben! Vier Nashörner entdecken die Natur

Mampf mampf: Nashornweibchen Najin bei der Fütterung.

Sie haben eine dicke, graue Haut. Sie heißen Najin, Fatu, Sudan und Suni - und sie sind Nashörner. Und dazu ganz besondere. Denn weltweit gibt es nur noch sehr wenige von ihnen.

Genauer gesagt: nur acht Nördliche Breitmaulnashörner sollen es noch sein. Vier davon sind Najin, Fatu, Sudan und Suni. Sie leben in großen Gehegen in Kenia in Afrika.

Bis vor kurzem wohnten sie noch in einem Zoo in Tschechien, das Land liegt im Osten Europas. Im vergangenen Dezember ging es dann von dort nach Kenia, denn manche Leute hoffen, dass sich die vier Nashörner in Afrika vermehren. Die Babys könnten verhindern, dass die Tiere ganz aussterben. Damit den Nashörnern niemand etwas tut, werden sie rund um die Uhr bewacht.

An das Leben im Freien mussten sich die Vier aber erst gewöhnen. Denn bis auf Sudan hatten sie ihr ganzes Leben in Zoos verbracht. Sie haben nie Gras gefressen und standen auf Betonboden, erzählt einer der Fachleute, die sich um die Tiere kümmern. In Kenia blieben die Nashörner erstmal einige Monate in kleineren Gehegen. So konnten sie sich langsam an die ungewohnten Gerüche und Geräusche in ihrer neuen Heimat gewöhnen.

"Am Anfang waren sie sehr nervös, das Gehege zu verlassen", erzählt der Fachmann. "Sudan war nach seinem ersten Spaziergang tagelang erschöpft - seine Beine waren viel zu schwach."

Inzwischen leben Sudan und Najin mit anderen Nashörnern in einem großen, umzäunten Gebiet. Suni und Fatu sollen auch bald auf ein eigenes Gelände umziehen. Das ist momentan aber noch in Arbeit.

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