„Laterne, Laterne...“ -  warum gibt es den Martinstag?

Rund um den Martinstag gibt es viele Umzüge - mit ganz vielen verschiedenen Laternen.

Hast du Lust, eine Laterne zu basteln? Am Martinstag könntest du sie gebrauchen: der ist am 11. November. Nach altem Brauch ziehen meist am Vorabend Kinder und Erwachsene mit Laternen durch die Straßen.

Sie erinnern an den heiligen Martin und singen etwa: „St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind...“. Aber wer war das eigentlich?

Sankt Martin - kurz St. Martin - war ein Bischof, der vor sehr, sehr langer Zeit in Tours lebte. Das ist eine Stadt im heutigen Frankreich. Martin soll ein guter Mensch gewesen sein. Zum Beispiel soll er als einfacher Soldat in einer kalten Winternacht seinen Mantel mit einem nackten Bettler geteilt haben. Er hat das Gewand einfach mit seinem Schwert in zwei Teile geschnitten, erzählt die Geschichte.

Auch als Bischof verehrten die Menschen ihn, weil er bescheiden war und sich um die Armen und Kranken kümmerte. Nach seinem Tod wurde Martin heiliggesprochen. Seitdem wird am 11. November an ihn erinnert und auch daran, dass man Gutes tun soll.

Was hat St. Martin mit der Gans zu tun?

Lecker! Manche Leute essen im November gern Gänsebraten. Besonders um den Martinstag am 11. November ist das Essen sehr beliebt. Deshalb heißt es auch Martinsgans. Wieso?

Eine Geschichte um den heiligen Martin erzählt, viele Leute wünschten sich, dass Martin Bischof wird. Doch er selbst wollte das eigentlich gar nicht. Deshalb versteckte sich Martin in einem Gänsestall. Aber das Geschnatter der Gänse verriet ihn, und so wurde er Bischof. Zur Strafe werden die Tiere angeblich bis heute am Martinstag gegessen. Aber ob das wirklich wahr ist...

Vermutlich war es eher so: Früher verkauften viele Bauern am Martinstag ihre Gänse auf Märkten. Das war ihre mit letzte Möglichkeit vor dem Winter, noch Geld zu verdienen. Die Gänse waren um diese Zeit herum groß und konnten geschlachtet werden. Da gläubige Menschen nach dem Martinstag bis Weihnachten fasteten, war ein Gänsebraten vorher genau die richtige Stärkung. Denn in der Fastenzeit durften sie viel weniger essen als sonst. Erst Weihnachten gab es wieder ein Festessen.

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