Lampenfieber: Roter Kopf und hoher Puls

Zwar wird vielen Menschen warm, wenn sie Lampenfieber haben, ein richtiges Fieber ist es aber trotzdem nicht.

Bin ich aufgeregt! Vor einem Referat oder einem Auftritt etwa mit dem Chor warst du sicher auch schon mal nervös und hattest Lampenfieber. Doch keine Sorge: Das haben viele Leute.

Kennst du das auch? Du musst ein Referat vor deiner Klasse halten und hast alles gut vorbereitet. Trotzdem stehst du nun vor der Tafel, deine Knie sind weich, deine Stimme wird rau und du fängst an zu schwitzen.

Klarer Fall: Du hast Lampenfieber. Aber was ist das eigentlich genau? "Lampenfieber ist eine Form von Angst", erklärt Martin Landsberg. Er ist Psychologe und kümmert sich unter anderem um Menschen, die unter schwerem Lampenfieber leiden. Wie bei anderen Ängsten ist man dann besonders aufgeregt und nervös. Das kann vor Referaten genauso passieren wie bei einer Theateraufführung oder einem Auftritt mit dem Chor.

Diese Angst fühlt sich für jeden Menschen anders an. Es gibt zum Beispiel welche, die kriegen einen hochroten Kopf und haben zittrige Hände. Andere haben so schweres Lampenfieber, dass sie vor jedem Auftritt oder Referat heftig schwitzen oder Herzklopfen kriegen.

Das passiert zum Beispiel auch immer wieder bei Berufsmusikern. Also Leuten, deren Job es ist, zum Beispiel ein bestimmtes Instrument unheimlich gut spielen zu können. Die meisten machen auch nur ganz selten große Fehler beim Spielen. Trotzdem haben einige Angst vor den Auftritten. Lampenfieber kann also jeden treffen, und hat oft gar nichts mit Können oder einer perfekten Vorbereitung zu tun.

Wovor haben Menschen mit Lampenfieber aber eigentlich Angst? Oft haben sie Sorgen, dass jemand sie schlecht bewerten könnte. Dass zum Beispiel einer im Publikum sitzt, der etwas sagt wie: "Das war aber nicht perfekt gespielt." Lampenfieber trifft daher oft die Menschen besonders stark, die immer perfekt sein wollen.

Gegen Lampenfieber kann man aber etwas tun, wie der Psychologe Martin Landsberg erzählt. Zum Beispiel wenn man vor einem Referat fürchtet: "Die anderen denken bestimmt, dass ich nicht gut bin." Dann kann man sich beispielsweise fragen: "Stimmt das wirklich? Ich bin doch gut vorbereitet!". Außerdem hilft oft auch der Gedanke: "Mir geht es nicht alleine so. Auch viele meiner Klassenkameraden sind vor einem Referat aufgeregt."

Und selbst wenn mal wirklich etwas schief geht, und du zum Beispiel einen Satz vergisst, dann gib nicht gleich auf. Experten raten: Wer sich mal verspricht oder etwas vergisst, sollte einfach weitermachen - das Referat kann trotzdem klasse werden.

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