Die Kröten wandern wieder

Bis zum Mittelstreifen ist diese Kröte schon gekommen. Jetzt schafft sie den Rest bestimmt auch noch.

Die Grasfrösche sind oft die ersten. Dann folgen Erdkröten, Teichmolche und andere Amphibien. Sie machen sich im Frühling auf ihren Weg zu den Gewässern, wo sie geboren wurden. Dort legen sie ihre Eier ab - den Laich.

"Seit einigen Tagen ist die Massenwanderung bundesweit im Gange", sagt Tom Kirschey vom Naturschutzbund NABU. In ganz Deutschland haben die Kröten-Retter nun alle Hände voll zu tun, um den Tieren über die Straße zu helfen.

Denn die Kröten wandern immer auf dem schnellsten Weg zum Wasser - auch wenn dieser von einer Straße gekreuzt wird. Viele überleben den Versuch nicht, auf die andere Seite der Fahrbahn zu wechseln. "Es hilft nicht, wenn Autofahrer im Slalom über die Straße kurven. Die Kröten werden vom Luftdruck der vorbeifahrenden Autos angezogen, hochgeschleudert und sterben meist beim Aufprall", warnt der NABU- Fachmann.

Deshalb: Autofahrer sollten in manchen Gegenden langsam fahren. Am besten im Schritttempo. Und zwar besonders zwischen sieben Uhr abends und sieben Uhr morgens. Denn die Tiere wandern meist nachts. Sie entgehen so vielen natürlichen Feinden.

Ein noch besserer Schutz für die wandernden Tiere sind Zäune, die entlang der Straßen aufgestellt werden. Sie hindern die Lurche daran, auf den Asphalt zu hopsen. An den Zäunen stehen Eimer, in die die Kröten, Molche oder Frösche plumpsen. Freiwillige Helfer tragen sie dann über die Straße. Es gibt einige Hundert Krötenzäune im ganzen Land.

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