Was kribbelt da? Mein Bein ist eingeschlafen

Zwei Kinder knien auf dem Boden und spielen. Auf einmal kribbelt es in den Füßen und am Unterschenkel. Man sagt dazu auch: Mein Bein ist eingeschlafen.

Kennst du dieses Gefühl? Du kniest auf dem Boden und spielst ganz versunken, plötzlich ist es da: Es kribbelt in den Füßen und am Unterschenkel. Uui...ist das unangenehm.

Du stehst wackelig auf und bewegst die Beine. Und jetzt tut das auch noch weh! Dazu sagt man: Mein Bein ist eingeschlafen.

Aber was schläft denn da, ohne zu schnarchen? Schlafen stimmt eigentlich gar nicht. Ärzte sprechen eher von Alarmmeldern, die aktiv werden. Im Körper verlaufen nämlich Nerven, die aufpassen, was im Körper passiert. Sie geben beispielsweise den Muskeln Anweisungen, wie sie sich bewegen sollen. Die Nerven sind mit dem Gehirn verbunden. Das wird auch Schaltzentrale des Körpers genannt. Zusammen nennt man das Nervensystem.

"Wenn du mit abgeknickten Beinen sitzt, werden auch die Blutgefäße abgeknickt", sagt Kindernerven-Arzt Burkhard Püst. "Das heißt, das Blut kann nicht mehr richtig fließen." Über das Blut kommen frische Nährstoffe auch zu den Nerven, und alte werden wegtransportiert. Wenn das nicht funktioniert, dann gefällt das den Nerven gar nicht. Und um auf sich aufmerksam zu machen, senden sie Alarmsignale: Achtung! Hier stimmt was nicht! Bitte das Blut wieder fließen lassen! Außerdem fühlt sich ein Nerv selbst auch nicht mehr wohl, wenn er abgeknickt wird.

Diesen Aufruf an das Gehirn nimmst du als Kribbeln wahr. Und bewegst daraufhin dein Bein - oder den Arm, je nach dem. Wenn man lange verknautscht gesessen hat, kann das schon mal sein, dass es eine Weile wehtut, sagt der Experte. Das ist normal. "Am Besten ist, man tut was dafür, dass schnell wieder Blut fließen kann. Zum Beispiel Arm oder Bein ausschütteln, den Arm kreisen lassen, immer wieder eine Faust ballen oder den Fuß heben und senken." Dann ist das Zibbeln schnell wieder weg.

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