Preise gehen rauf und runter: Obst und Gemüse sind teurer geworden

"Ächz, alles wird teurer!" Haben deine Eltern im vergangenen Jahr auch gestöhnt, dass sie mehr bezahlen müssen als früher? Das haben sie sich nicht nur eingebildet. Für viele Dinge in Deutschland stimmte das. Das haben Experten festgestellt.

Sie verglichen einige Preise aus dem Jahr 2010 mit denen aus 2009. Und sie fanden heraus: Obst und Gemüse, Klamotten und Schuhe sind zum Beispiel im Durchschnitt teurer geworden.

Im Durchschnitt bedeutet: Nicht alles davon muss teurer geworden sein. Manches kostete vielleicht auch genauso viel oder weniger.

Die Fachleute aus Wiesbaden in Hessen betonten, dass die Preise für Butter, Tabak, Sprit und Heizöl besonders stark nach oben kletterten. Günstiger als 2009 waren im vergangenen Jahr hingegen unter anderem viele Reisen, Telefonieren und Gas.

Doch warum erhöhen sich Preise in Deutschland überhaupt? "Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum Preise steigen", sagte eine Expertin. Ein Beispiel für Kraftstoff: Das Rohöl kommt in der Regel aus dem Ausland. Wenn dort die Preise steigen, müssen die deutschen Tankstellen mehr dafür bezahlen. Die zusätzlichen Kosten drücken sie dann den Autofahrern auf - und Benzin wird teurer.

Sie sammeln Preise

Monat für Monat vergleichen Experten vom Statistischen Bundesamt Preise, und zwar für alles, wofür Familien Geld ausgeben. Dazu zählen Waren wie Butter, Äpfel und Schuhe.

Aber auch Kosten für zum Beispiel Miete, Urlaub und Kino. Alles zusammen heißt dann Güter.

Die Experten können nicht in allen Supermärkten in Deutschland zum Beispiel die Preise für jeden einzelnen Joghurt oder Heizkosten in sämtlichen Städten überprüfen. Deswegen machen sie eine Stichprobe. Sie treffen also eine Auswahl, für die es bestimmte Vorgaben gibt. "Das sind monatlich etwa 300.000 einzelne Preise", erklärt eine Expertin. Unter anderem werden Preise für verschiedene Schokoriegel erfasst.

Das Statistische Bundesamt sitzt in Wiesbaden in Hessen.

Wer macht eigentlich die Preise?

Nicht nur die Hersteller bestimmen, wie teuer etwas ist. Klar, sie haben Kosten - zum Beispiel für das Material, das sie verarbeiten. Und sie bezahlen den Arbeitern Löhne. Und sie bezahlen den Transport der Waren in Geschäfte.

Zudem wollen die Hersteller in der Regel noch etwas verdienen und berechnen ein paar Euro mehr, als sie insgesamt ausgeben.

Aber: Die Preise sind meist auch von den Käufern abhängig. Wollen viele Menschen ein bestimmtes Produkt, steigt oft der Preis. Ist eine Ware für die meisten Menschen eher uninteressant, wird sie häufig billiger

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