Kleben, malen, verzieren: Maskenbauer bei der Arbeit

Hamid Seddighi zeigt eine undekorierte weiße Maske in seinem Maskengeschäft "Cà del Sol".

Witzige Klamotten, buntes Gesicht, Haar wild durcheinander - beim Verkleiden kann man einiges ausprobieren. Wer nicht so richtig erkannt werden will, setzt sich noch eine Maske aufs Gesicht.

Solche Masken werden an manchen Orten sogar besonders gern getragen - zum Beispiel in Venedig zum Karneval. Venedig ist eine Stadt im Nordosten Italiens.

Dort gibt es auch spezielle Maskenbauer. Einer davon ist Hamid Seddighi. Mal sehen seine Masken aus wie der Kopf einer Katze. Mal wie das Gesicht eines Clowns. Manchmal macht Hamid Seddighi auch eine Pinocchio-Maske oder einen Pferdekopf.

Bis so eine Maske fertig ist, dauert es allerdings. Zuerst sucht sich der Maskenbauer eine Form heraus, die seine Maske haben soll. Diese Form legt er vor sich auf seinen Arbeitstisch. Dann holt er einen hellblauen Bogen weicher Pappe. Die pinselt er gründlich mit Kleister oder einem anderen Klebstoff ein.

Anschließend zerreißt Hamid Seddighi dieses Papier. Ratzz! Ratzz! So entstehen lauter Schnipsel. Die legt er sorgfältig in die Form. Er streicht das Papier schön glatt und passt auf, dass keine Wellen oder Bläschen entstehen. Nach einigen Minuten ist die Form innen komplett mit den blauen Schnipseln bedeckt.

Dann muss der Maskenbauer die Form mit den Papierfetzen gut trocknen lassen. Meist lässt er sie sogar drei bis vier Tage stehen! Danach nimmt er die Maske aus der Form heraus und schmirgelt sie vorsichtig glatt. Mit einem spitzen Messer schneidet er noch die Augen heraus - und fängt dann mit dem Dekorieren an: Meist malt Hamid Seddighi die Masken erst weiß an. Dann klebt er bunte Federn, glitzernde Plättchen oder gemusterte Stoffteile auf. Oder er streicht die Maske in Gold, Silber oder einer anderen Farbe an.

Solche Masken sind vor allem in Venedig beliebt. Venedig ist in der ganzen Welt berühmt für seinen Karneval. Das liegt unter anderem daran, dass der Karneval dort schon seit Jahrhunderten mit tollen Kostümen gefeiert wird - und mit fantasievollen Masken.

Bastel dir selber eine Maske

Du möchtest auch gerne eine Maske haben? Dann bastel dir doch selbst eine! Zum Beispiel mit einem aufgeblasenen Luftballon und zerrissenem Papier:

- Dazu bläst du einen Luftballon auf und verknotest ihn am Ende. Achte dabei darauf, dass der Ballon etwas größer als dein Kopf ist. Rühre dann in einer Schüssel etwas Tapetenkleister mit Wasser an.

- Nimm dir Papier und zerreiße es in kleinere Stücke. Klebe diese Fetzen mit dem Kleister auf den Ballon. Viele Leute nehmen dafür gern Zeitungspapier, weil es schön fest ist. Allerdings ist es auch schwarz und bunt bedruckt. Das müsstest du später bei der Maske übermalen. Deswegen könnte es einfacher sein, gleich helles Seidenpapier zu nehmen. Das ist zwar dünner als Zeitungspapier. Das macht aber nichts. Du musst einfach ein paar Lagen mehr auf den Ballon kleben, damit die Maske stabil wird.

- Lass den Ballon mit dem Papier einige Stunden trocken, am besten über Nacht. Dann kannst du die Maske vorsichtig vom Ballon lösen.

- Je nachdem, was für eine Maske du möchtest, kannst du jetzt noch Augen, Nasenlöcher und einen Mund ausschneiden. Oder du schneidest die Maske am Rand so ab, wie du sie gern geformt hättest. Und anmalen kannst du sie auch noch.

- Zum Schluss bohrst du in die beiden Seiten der Maske vorsichtig ein Loch und befestigst eine Schnur daran, damit die Maske am Kopf hält - fertig!

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