Klassensprecher und ihre Wahl

Was will meine Klasse? Das ist eine wichtige Frage für einen Klassensprecher. Er oder sie vertritt die Klasse nach etwa gegenüber Lehrern oder in der Schülervertretung der Schule.

In Deutschland macht jedes Bundesland seine eigene Schulpolitik. Deshalb gibt es in einigen Bundesländern Klassensprecher ab der Grundschule, in anderen erst später.

Ein Klassensprecher muss von der Mehrheit der Schüler einer Klasse gewählt werden - meistens für so lange, wie das Schuljahr dauert. Ein Sprecher kann nach den Sommerferien auch wiedergewählt werden - wenn die anderen Schüler es gut fanden, wie er gearbeitet hat.

Oft ist die Wahl geheim. Das geht etwa so: Der Name des Schülers wird auf einen Zettel geschrieben. Dann sammelt ein anderer aus der Klasse alle Zettel ein und bringt sie nach vorne. Dort werden sie dann ausgezählt. Wer die meisten Stimmen hat, wird Klassensprecher.

Der Klassensprecher soll dann wirklich für seine Klasse sprechen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, dass seine Klassenkameraden Stress mit einem Lehrer haben. Dann soll der Klassensprecher versuchen zu vermitteln. Der Klassensprecher wird auch oft zur Zeugniskonferenz eingeladen. Da werden die Noten der Schüler besprochen.

Und ein Klassensprecher ist meist auch in der Schülervertretung. Dort sitzen alle Klassensprecher der Schule zusammen. Es gibt auch andere Namen für diese Vertretung zum Beispiel Schülerrat oder Schülerbeirat. Dort geht es dann um Fragen, die alle Schüler betreffen - zum Beispiel Projektwochen an der Schule.

Und wer er noch mehr machen will, kann versuchen, sich in die Landesschülervertretung wählen zu lassen.

Hintergrund: Was muss man können, um Klassensprecher zu werden?

Es gibt ein paar Dinge, die man wissen muss als Klassensprecher. Hier kommen ein paar Beispiele:

- Als Klassensprecher muss man damit klarkommen, dass man nicht immer seinen Kopf durchsetzt. Das heißt zum Beispiel auch, manchmal muss man gegenüber Lehrern die Meinung der Klasse zu einem Thema vertreten. Auch, wenn man die Sache selbst anders sieht.

- "Ein Klassensprecher darf eine Schule nicht nur als Ort des Grauens sehen. Viele sagen: "Ich will nur schnell mit der Schule fertig werden" - Solche Leute eignen sich natürlich nicht als Sprecher." Das sagt Tim, der mehrere Jahre Klassensprecher war.

- Ein Klassensprecher sollte helfen, den Schulalltag zu verbessern. "Das fängt bei der Sitzordnung an und geht bis zur Entscheidung, einen Wasserspender für die Pausen aufzustellen", meint Tim. Das heißt aber nicht, dass man alle Probleme allein lösen muss.

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