Kinder-Soldaten brauchen Hilfe

Die Rote Hand ist das Zeichen für den Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Wer bei schrecklichen Aktionen dabei ist, dem ziehen die Bilder oft im Kopf herum. So geht es Kindern, die als Soldaten kämpfen müssen. Oder die erwachsene Soldaten begleiten und dabei beschossen werden.

Es sind Mädchen und Jungen, die kämpfen und Waffen schleppen, statt zu spielen. Was sie Grausames sehen und erleben, lässt sie meist lange nicht los. Fröhlich sein kann für sie echt schwer werden. Auch deshalb darf es eigentlich gar keine Kinder- Soldaten geben. Das haben viele Leute am Freitag gefordert. Da war nämlich der Tag gegen den Einsatz von Kinder-Soldaten.

Weltweit werden rund 250.000 bis 300.000 Kinder als Soldaten missbraucht. Das passiert nicht überall, aber Fachleute zählen ungefähr 15 bis 20 Staaten auf - etwa in Asien, Afrika und Amerika. Etwa im Kongo in Afrika und in Kolumbien in Südamerika müssen Kinder richtig in Gefechte ziehen. Es werden aber auch viele andere Mädchen und Jungen Opfer von Kriegen, die vorher nichts mit Soldaten zu tun hatten.

Für all diese Kinder wollten Fachleute am Freitag weltweit um mehr Schutz und Hilfe bitten. Der Gedenktag ist auch in Englisch als "Red Hand Day" bekannt - als Tag der Roten Hand.

Die Hände sind ein Zeichen des Protestes gegen den Einsatz von Kindern in Konflikten. Hilfsgruppen hatten dafür auch bei uns Tausende von Hand-Abdrücken gesammelt. Viele wurden Politikern übergeben - wie zum Beispiel Außenminister Guido Westerwelle von der FDP. Die Politiker sollen sich in anderen Ländern mehr dafür starkmachen, dass Soldaten dort keine Kinder ausnutzen. Und dass Kinder-Soldaten Unterstützung bekommen, wenn sie ihre schlimmen Bilder aus dem Kopf kriegen möchten.

Denn die Jungen und Mädchen werden meist eingefangen und verschleppt. Dann lernen sie zu kämpfen. Weigern sie sich, werden sie verprügelt oder selbst getötet. Und warum holen sich Rebellen und Armeen überhaupt Kinder? Oft sind sie billige Helfer. Die Kinder werden meist nicht bezahlt, sondern bekommen nur Essen und Klamotten.

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