Kinder in Polen retten Tiere vor Hochwasser

Aufgehäufte Sandsäcke vor dem Zoo in Warschau - hier vor einem Plakat.

"Haaaau ruck! Einen kleinen Sandsack können wir noch tragen!" Richtig doll geschleppt haben einige Kinder in der Stadt Warschau in Polen.

Denn sie wollen unbedingt den Warschauer Tierpark vor einer großen Flutwelle schützen. Dazu wurde eine hohe Sperre aus Säcken gebaut. Der Zoo liegt nämlich genau neben einem Fluss, durch den gerade riesige Wassermengen rauschen. Denn in Polen hat es so stark geregnet, dass nun einige Flüsse und Bäche übergelaufen sind.

Die Kinder schleppten die Sandsäcke aber nicht allein. Auch Eltern und viele andere Helfer packten kräftig mit an. Schließlich soll den Tigern, Löwen und Giraffen des Zoos nichts passieren.

Denn der Direktor des Tierparks hatte kurz zuvor etwas Trauriges angekündigt: Sollten die Wassermassen in den Zoo rüberschwappen, müssten vielleicht einige der gefährlicheren Tiere getötet werden. Der Grund: Manche Tiere könnten in Panik geraten und es könnte zum Streit zwischen den Tieren kommen. Sollten sie sich dann verletzen, könnte ihnen kein Arzt helfen. Und das wollten die Helfer auf jeden Fall verhindern.

Das Hochwasser fließt in den nächsten Tagen übrigens auch zu uns. Besonders davon betroffen könnte das Bundesland Brandenburg sein. Dort gab es vor vielen Jahren schon mal ein schlimmes Hochwasser. So heftig wie damals soll es dieses Mal aber nicht werden.

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