Kelten: Die kühnen Krieger der Eisenzeit

Ganz wilde Kerle sollen die Kelten gewesen sein! Hier hat ein Schmied eine keltische Kampfrüstung nachgebaut.

Die Kelten waren als handwerklich begabtes und naturverbundenes Volk bekannt, das sich furchtlos gegen die Römer verteidigte.

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Wenn ihr raus in die Natur geht und mal ganz genau hinhört und hinseht, spürt ihr dann auch eine besondere Kraft? Die Kraft des Windes, der in den Blättern der Bäume raschelt? Oder die Kraft des Wassers, das die Kiesel im Bach umspült? Die Kelten spürten in solchen Kräften wahrscheinlich die Macht ihrer Götter. Sie hatten keine Kirchen, sondern gingen in den Wald, um ihren Göttern nah zu sein.

Die Kelten, das waren verschiedene Stämme und Gruppen, die spätestens seit der Eisenzeit in Europa lebten. Vor etwa 2800 Jahren begannen Menschen erstmals, Waffen und Werkzeuge aus Eisen herzustellen - daher der Name Eisenzeit. Die Kelten waren geschickte Handwerker, konnten sehr gut mit Metall umgehen und waren begabte Waffenschmiede. Sie handelten auch viel, zum Beispiel mit Salz.

Alle Kelten sollen zwar ähnliche Sprachen gesprochen haben, lebten aber nie als ein Volk gemeinsam an einem Ort und hatten auch keinen Anführer, den alle anerkannten. Oft waren keltische Stämme untereinander zerstritten, aber in ihren Sitten und Bräuchen und in ihrer Religion hatten sie einiges gemeinsam.

Sehr hoch angesehen waren die Druiden. Diese Priester, Lehrer und Anführer organisierten wahrscheinlich das Leben der einzelnen keltischen Gruppen. Druiden waren oft besonders weise: Sie wussten viel über Heilkunde oder die Sterne. Sie gaben auch das Wissen über die Religion weiter und waren Schiedsrichter, wenn es Streit gab.

Anfangs lebten Kelten etwa in der Mitte Europas, unter anderem im heutigen Frankreich und in Teilen von Deutschland. Dann breiteten sie sich immer weiter aus - nach Süden in Richtung des heutigen Italien und Spanien, im Osten Richtung Türkei und Griechenland und im Norden bis nach Großbritannien. Das ging nicht ohne Gewalt ab, es kam zu Kämpfen, zum Beispiel mit den Römern.

Die Kelten galten als kühn und stark, sie mussten aber schließlich doch klein beigeben. Die Römer gewannen viele Schlachten und immer mehr Menschen übernahmen deren Lebensweise und Bräuche. Außerdem machten auch germanische Stämme den Kelten das Leben schwer. All das führte dazu, dass sich das Leben der Kelten sehr veränderte und ihre Bräuche immer mehr verschwanden.

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