Wenn das Wasser spritzt und die Paddel wirbeln: Kanupolo

Da spritzt das Wasser: Kanupolo ist ein Sport für Leute, die sich gerne ins Getümmel stürzen.

Leinen stecken das Spielfeld auf einem kleinen Fluss ab. Die Spieler lauern konzentriert an der Torauslinie - jede Mannschaft am eigenen Tor. Das hängt an Seilen etwa zwei Meter hoch in der Luft. Jeder sitzt in seinem Boot, alle nebeneinander aufgereiht.

Leinen stecken das Spielfeld auf einem kleinen Fluss ab. Die Spieler lauern konzentriert an der Torauslinie - jede Mannschaft am eigenen Tor. Das hängt an Seilen etwa zwei Meter hoch in der Luft. Jeder sitzt in seinem Boot, alle nebeneinander aufgereiht.

Wir sind in Quakenbrück in Niedersachsen. Und gleich ist der Anpfiff zu einem Kanupolo-Spiel. Bei dem Spiel dürfen die Sportler den Ball mit den Händen oder mit dem Paddel weiterbefördern. Sie versuchen, ihn in das gegnerische Tor zu werfen.

Die Köpfe der Kinder in Quakenbrück stecken in Helmen in bunten Farben. Ihre Gesichter sind durch Gitter geschützt. Dann der Anpfiff: Der Schiedsrichter wirft den Ball mitten ins Wasser. Es geht los. Die Paddel wirbeln und das Wasser spritzt, als die schnellsten Spieler auf den Ball zurasen und mit den Booten ordentlich ineinander krachen. Jetzt ist auch klar, warum das Gitter vor dem Gesicht nötig ist - damit sich niemand verletzt.

Kanupolo ist kein Schmusesport, meint Manuela Kirchner. Sie betreut die Kanupolo-Kinder im Wassersportverein Quakenbrück. Und Florian und Jonas zeigen nach einem Spiel ihre Hände: Jonas hat eine Blase am Finger, bei Florian hat das Paddel einen Kratzer in die Innenfläche der Hand gezogen. Schlimm finden die beiden 13-Jährigen das aber nicht. Im Verein habe sich noch nie jemand richtig ernsthaft verletzt, erzählt Manuela Kirchner.

Dazu trägt auch der Rest der Ausrüstung bei. Die Körper der Sportler aus Quakenbrück stecken bis zur Hüfte in engen roten Booten mit abgerundeten Ecken. Sie nennen sich Kajaks. Oben herum tragen die Kinder eine dick gepolsterte Schwimmweste, die oft pitschnass wird.

In dem Spiel läuft es nicht so gut für die Quakenbrücker. Aber auch wenn sie verlieren, bringt ihnen Kanupolo meist riesigen Spaß.

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