Kann ein "Wetterfrosch" das Wetter vorhersagen?

Oben ist das Wetter bestimmt netter - denkt sich dieser kletternde Frosch.

Kennst Du das Wort "Wetterfrosch"? Das fällt besonders oft, wenn gerade der Wetterbericht im Fernsehen läuft. Viele benutzen es nämlich als Spitznamen für Meteorologen. Also Menschen, die von Beruf das Wetter beobachten und vorhersagen, ob wir morgen schwitzen oder frieren.

Zurück aber zum Frosch. Warum sagt man denn jetzt "Wetterfrosch"? Früher hielten Menschen bei uns die schleimigen Tiere für wahre Wetter-Hellseher. Man glaubte, dass der europäische Laubfrosch Gewitter spürt - noch bevor Menschen dunkle Wolken sehen. Deshalb sperrte man den Frosch in ein Glas, samt Grünzeug, Leiter und manchmal sogar Fliege. Folgendes passierte: Schien gerade die Sonne, kletterte der Frosch die Leiter hoch. Regnete es, blieb er am Boden.

Der Grund ist einfach: Hunger. Bei gutem Wetter fliegen Insekten nämlich höher als bei schlechtem. Der Frosch trottet also einfach seiner Beute hinterher. Er selbst kann das Wetter nicht vorhersagen.

Beleidigt sind Meteorologen trotzdem nicht, wenn man sie "Wetterfrösche" nennt. Die finden das meist einfach witzig. Eine von ihnen verriet: "Es gibt kein Wetterbüro ohne Frosch - Plüschfrosch, wohlgemerkt." Es ist ihr Markenzeichen. Echte Frösche quaken nicht mehr bei den Meteorologen. Denn zum Glück gibt es richtige Messgräte. Und schließlich ist es blöd, einen Frosch einfach so einzusperren. Laubfrösche stehen außerdem unter Naturschutz.

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