Kampfsportler Ibrahim: Anfeuernde Fans sind toll

Taekwondo ist ein Kampfsport. Die Sportler tragen dabei einen Helm und eine Schutzweste.

Ibrahim Ahmadsei ist Kampfsportler. Am Donnerstag gewann er Silber in Singapore. Im Interview plaudert der 17-Jährige übers Gewinnen und Verlieren und Fans auf der Tribüne.

Ibrahim kämpft und tritt viel mit den Füßen, wenn er in der Sporthalle ist: Sein Sport heißt Taekwondo. Bei den Olympischen Jugendspielen holte der junge Deutsche jetzt den zweiten Platz. Ganz knapp, erst in der Verlängerung verlor er im Finale gegen einen Chinesen. Ibrahim, der in Remagen in Rheinland-Pfalz lebt, war anschließend enttäuscht.

Hast du Silber gewonnen oder Gold verloren?

Ibrahim: "Ich habe Gold verloren. Wenn man in die Verlängerung kommt, gewinnt derjenige, der den ersten Treffer hat. Das hätte natürlich auch ich sein können. Aber man lernt aus jedem Sieg und aus jeder Niederlage, also wird mir auch das hier in der Zukunft etwas bringen."

Du hattest ganz viele Fans auf der Tribüne. Woher kamen die alle?

Ibrahim: "Das waren meine beiden Schwestern, meine Mutter und mein Trainer. Da meine Mutter aus Südkorea kommt, waren von dort auch Verwandte hier und haben mich angefeuert. Das ist toll, so was freut mich ganz arg und ist sehr hilfreich."

Du heißt mit Nachnamen Ahmadsei. Wie kommt das?

Ibrahim: "Meine Mutter kommt wie gesagt aus Südkorea, mein Vater ist aus Afghanistan. Beide leben aber schon seit 25 Jahren in Deutschland, ich bin deshalb auch in Deutschland geboren und aufgewachsen. Wir wohnen in Remagen, aber ich trainiere in Bad Godesberg bei Bonn."

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