Jeder Hund kann ein guter Tänzer werden

Gewonnen! Border Collie Hempy und Björn zeigen ihren Siegerpokal.

Der Björn Roden ist Tierpsychologe und besitzt eine Hundeschule in Hamburg. Mit seinem Border Collie Hempy tritt er bei Dogdance-Turnieren auf. Er erklärt, wie man aus einem Hund einen guten Tänzer macht.

Welche Hunderassen tanzen am besten?

Björn Roden: Generell kann man aus jedem Hund einen guten Tänzer machen. Man muss nur die Zeit haben, viel zu trainieren. Aber bestimmte Hunde haben schon einen Vorteil: zum Beispiel die kleineren. Mit denen kann man einfach mehr machen, Sprünge auf den Rücken oder Ähnliches. Laute Hunde, wie Dackel oder Terrier machen oft Probleme. Dafür sind Border Collies meist etwas schlauer und lernen deswegen schneller als andere Hunde.

Wie bringe ich meinen Hund denn am besten zum Tanzen?

Björn Roden: Üben, üben, üben! Man beginnt mit einfachen Tricks, wie Slalom laufen, dann kommen bestimmte "Fuß"-Positionen. Später kombiniert man das Ganze. Wichtig ist dabei auch der Charakter des eigenen Hundes. Ist es ein ruhiger Hund, muss der Mensch beim Dogdance etwas lebendiger sein, um ihn hochzufahren. Wenn man sich dann ein Musikstück aussucht, sollte es auch unbedingt zum Hund passen. Hat er kurze Beine, eignet sich ein schnelles Lied, schreitet er mit seinen langen Beinen eher langsam, sollte die Musik ruhig sein.

Gibt es auch richtig witzige Auftritte?

Björn Roden: Oh ja! Man kann allerhand erleben. Ich sehe zum Beispiel oft einen großen Mann mit einem kleinen Mops. Die sehen an sich schon lustig aus. Oder eine Frau, die mit ihrem ein halbes Jahr alten Welpen zu "Girls, Girls, Girls" auftritt. Total süß! Dann gab es mal einen, der hatte so eine Plastikwaschmaschine dabei. Da ist der Hund am Ende reingesprungen und der Mann hat statt ihm einen eingelaufenen Plüsch-Hund herausgeholt. Da haben wir viel gelacht!

Auf was achten die Punktrichter besonders bei einem Dogdance-Turnier?

Björn Roden: Dogdance ist auch deswegen toll, weil alles etwas freier als bei anderen Hundesportarten ist. Man muss sich bei den Vorführungen nicht an ein bestimmtes Pflichtprogramm halten, sondern einfach zusammen mit seinem Hund Spaß haben. Wer dann noch richtig erfolgreich sein will, sollte seine Tricks sauber zeigen, das heißt die Punktrichter schauen: Läuft der Hund am Ende zur Seite oder steht er in einer guten Fuß-Position. Man sollte seinen Hund auch nicht "übertanzen." Da war zum Beispiel mal eine Frau, die hat neben ihrem Hund Bauchtanz vorgeführt. Das kam nicht gut an, weil man da gar nichts mehr vom Hund mitbekommen hat.

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