Hüte: Für jeden Kopf der richtige Schmuck

So einen oder lieber so einen? Den richtigen Hut zu finden ist gar nicht so einfach!

Klein und rot - oder lieber groß und türkisfarben mit Blume - auf seinen Kopf setzt jeder, was ihm gefällt. Denn Geschmäcke sind nun mal verschieden. Wer eine ganz eigene Kopfbedeckung haben will, kann auch zum Hutmacher gehen.

Mützen und Hüte halten den Kopf schön warm. Doch sie sind nicht nur praktisch - manche sehen auch richtig toll aus. Vor allem dann, wenn sie handgefertigte Einzelstücke sind, die niemand sonst trägt. Jemand, der Kopfbedeckungen herstellt, ist Katja Wolframm. In ihrer Werkstatt in Hamburg macht sie etwa Hüte für Kinder, Damen und Herren. Der Beruf ist selten und wird heute in der Fachsprache Modistin oder Modist genannt. Ganz früher sagte man zu Hutmachern auch Putzmacher. Mit Putz war die Verzierung an den Hüten gemeint.

Katja beschreibt ihre Arbeit so: "Alle Modelle vom Hut bis zum Haarschmuck sind Kunstwerke. Ob ich ein Einzelstück oder eine kleine Serie herstelle, alles wird nur hier verkauft. So ist jedes Modell etwas Besonderes, das trotzdem alltagstauglich ist." Wer in ihr Geschäft kommt, kann zusehen, wie die Modistin arbeitet. Dabei benutzt sie unterschiedliche Materialien, zum Beispiel Wolle, Seide, Pelz oder Filz.

Wenn ein Kunde einen speziellen Hut haben möchte, vermisst Katja zuerst den Umfang seines Kopfes mit einem Maßband. Dadurch weiß sie, wie groß der Hut werden muss. "Wer sich etwas anfertigen lässt, kann das neue Modell im Laden probieren und zusehen, wie die eigenen Wünsche umgesetzt werden", erzählt sie.

Damit der Hut die gewünschte Form bekommt, zieht sie den Hutfilz über eine Hutform aus Holz und schneidet ihn mit einer gebogenen Schere zurecht. Mit einer Nähmaschine oder mit Nadel und Faden fügt Katja die Einzelteile zusammen und bringt Verzierungen wie Federn, Pailletten oder Blüten an. Aber die Modistin entwirft nicht nur, sondern repariert auch, wenn eine Kopfbedeckung kaputte Stellen hat.

Wer mal beim Hutmachen zugeschaut hat, versteht, wie viel Arbeit in einem Hut steckt. Deshalb ist er oft um einiges teurer als einer, der aus einer Fabrik kommt und Tausende Male zu haben ist.

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