Wie James Bond? Das Leben als Geheimagent

So cool wie Daniel Craig in den James Bond-Filmen sind echte Geheimagenten eigentlich nie.

James Bond ist einer der bekanntesten Agenten der Welt: Er kann bestens mit Waffen umgehen, fährt tolle Autos und kämpfen wie ein Ninja. Über Spione ist zwar nicht allzu viel bekannt. Aber dass alle Spione so arbeiten wie James Bond in den Filmen, ist ziemlich sicher falsch.

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Es gibt zwar Geheim-Agenten. Aber die versuchen meist, eher möglichst unauffällig zu sein. Also zum Beispiel nicht das tollste Auto zu fahren. Und sie fuchteln auch nicht unbedingt mit Waffen herum, sondern wollen eher unerkannt bleiben. 

Und es gibt verschiedene Arten von Spionage. Manche Spione versuchen zum Beispiel, sich in eine Firma einzuschleusen - also dort ganz normal zu arbeiten. Solche Spione werden von Chefs anderer Firmen oder Regierungen geschickt, um Ideen zu klauen. Sie sollen zum Beispiel herausfinden: Welche neuen Produkte plant die Firma und wie kann man die nachbauen und viel Geld damit verdienen. Andere Spione wollen dagegen etwas über ein anderes Land herausfinden.

Die meisten Agenten arbeiten aber wahrscheinlich gar nicht als geheime Spione in einem Betrieb oder in einem fremden Land. Viele haben Jobs in einem Büro beim Geheimdienst in ihrem Land. Dort sitzen sie zum Beispiel am Computer und lesen viel im Internet. Sie hoffen unter anderem, dass sie dort spannende Dinge entdecken.

Oder sie gucken sich Bilder an, die spezielle Kameras gemacht haben. Es gibt zum Beispiel im All Kameras, die ziemlich unbemerkt Bilder von bestimmten Teilen der Erde aufnehmen. So kann man möglicherweise erkennen, ob zum Beispiel in einer einsamen Wüste gefährliche Waffen gebaut werden.

Wie wird man eigentlich Geheimagent?

Andere Leute ausspionieren und geheime Informationen sammeln: Agenten werden meist viele Jahre ausgebildet, damit sie fit für ihren Job sind. Aber wie kann man bei uns eigentlich Agent werden?

Einen festen Weg gibt es dafür nicht. Eine Möglichkeit ist aber, zum Bundesnachrichtendienst zu gehen. Der wird kurz BND genannt. Er sammelt für die deutsche Regierung etwa Infos über das Ausland, die für die Sicherheit unseres Landes wichtig sind.

Beim BND arbeiten viele verschiedene Leute. Einige kennen sich zum Beispiel extrem gut mit Computern und anderer Technik aus, andere sind Spezialisten in Sprachen.

Um beim BND arbeiten zu können, muss man meist sowieso mehrere Sprachen beherrschen - auf jeden Fall Englisch. Gut ist auch, wenn man nach der Schule mal längere Zeit in einem fremden Land gelebt hat. Zum Beispiel für einen Job.

Aber einen Haken hat das Leben als Agent natürlich: Du dürftest dann nicht jedem erzählen, was du Tolles machst. Stattdessen müsstest du einige Leute belügen. Vielleicht sogar die, die du sehr gern hast.

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